Pallade Veneta - Biontech-Gründer ziehen sich zurück und starten neues Unternehmen

Biontech-Gründer ziehen sich zurück und starten neues Unternehmen


Biontech-Gründer ziehen sich zurück und starten neues Unternehmen
Biontech-Gründer ziehen sich zurück und starten neues Unternehmen / Foto: Daniel ROLAND - AFP

Die Gründer der erfolgreichen Pharmafirma Biontech, das Ehepaar Ugur Sahin und Özlem Türeci, wollen ihre Managementposten bis Ende 2026 abgeben und ein neues Unternehmen gründen. Das teilte Biontech in Mainz am Dienstag mit. Das 2008 gegründete Unternehmen war mit seinem Impfstoff gegen Corona auf Basis der mRNA-Technologie enorm erfolgreich. Nach Bekanntgabe des Führungswechsels fiel die Aktie am Dienstag stark - zeitweise um mehr als 19 Prozent.

Textgröße ändern:

Sahin und Türeci sagten dem "Handelsblatt", der Schritt sei kein Bruch mit Biontech. Das Unternehmen entwickle sich zunehmend zu einem kommerziellen Pharmaunternehmen. "Jetzt müssen andere Kräfte und Expertisen an Bord geholt werden", sagte Türeci der Zeitung. "Wir wollen unsere Superkräfte für die Medizin anders nutzen." Nach zwei aufgebauten Firmen sei für sie nun der Zeitpunkt gekommen, "ein drittes Baby" zu gründen.

Ziel sei es, die nächste Generation von mRNA-Therapien zu entwickeln und stärker mit Künstlicher Intelligenz (KI) zu verbinden, sagte Sahin dem Blatt: "Wir sehen unglaubliche Potenziale in der Kombination von mRNA und Künstlicher Intelligenz. Wir beide glauben, dass das Potenzial dieser Technologie bei Weitem nicht voll ausgeschöpft wird." Therapeutisch gesehen sei mRNA eine junge, sehr schnell adaptierbare Technologie. Bei der Therapie erhält der Mensch per Spritze einen Bauplan für seine Zellen, damit sich der Körper selbst gegen Krankheiten wehren kann.

"Wir haben das erste zugelassene mRNA-Produkt überhaupt entwickelt und die erste Generation in der Krebsmedizin ist in der klinischen Entwicklung", sagte Sahin weiter. "Jetzt wollen wir die nächste Generation von mRNA-Therapien mithilfe von KI entwickeln - präziser, potenter und personalisierter."

Beide Gründer wollen dem Unternehmen als Anteilseigner verbunden bleiben und halten aktuell zusammen rund 15 Prozent der Aktien, wie das "Handelsblatt" berichtete. Zudem könnte Biontech sich an der neuen Firma beteiligen und künftig Kombinationsstudien oder Kooperationen prüfen, sagte Sahin.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Abkommen mit Australien: Von der Leyen will Rohstoffe für Unternehmen sichern

Lithium, Kobalt, Tantal: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat europäischen Unternehmen eine bessere Versorgung mit Rohstoffen durch ein Handelsabkommen mit Australien versprochen. "Das Freihandelsabkommen trägt dazu bei, den Zugang zu diesen wichtigen Rohstoffen zu sichern", schrieb von der Leyen in einem am Montag veröffentlichten Gastbeitrag in mehreren europäischen Zeitungen. Sie könnte das Abkommen in den kommenden Tagen unterzeichnen.

Einzelhandel geht von 4900 Ladenschließungen in diesem Jahr aus

Der deutsche Einzelhandel rechnet in diesem Jahr mit 4900 Ladenschließungen. Die Zahl der Geschäfte sinkt einer Prognose des Handelsverband Deutschland (HDE) zufolge bis Ende 2026 auf 296.600, wie der Verband am Montag mitteilte. Vor zehn Jahren waren es demnach noch 366.800 Läden. "So kann und darf es nicht weitergehen", erklärte HDE-Präsident Alexander von Preen. Schon jetzt litten viele Stadtzentren sichtlich unter Leerständen.

Erntemenge und Anbaufläche von Spargel in Deutschland rückläufig

In Deutschland wird immer weniger Spargel angebaut und geerntet. Im vergangenen Jahr ging die Ernte im Vorjahresvergleich um 3,9 Prozent auf 103.900 Tonnen Spargel zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Im Vergleich zu 2015 betrug der Rückgang 8,5 Prozent. Die Anbaufläche reduzierte sich in den vergangenen zehn Jahren um 12,5 Prozent auf 25.700 Hektar.

Studie: Geringere Zufriedenheit bei verpflichtender Rückkehr aus Homeoffice

Wenn Beschäftigte mit Homeoffice-Tagen wieder häufiger in den Betrieb beordert werden, ist ihre Zufriedenheit mit ihrer Arbeit meistens geringer. Das Gefühl der Belastung steigt dagegen, wie eine am Montag veröffentlichte neue Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung ergab.

Textgröße ändern: