Pallade Veneta - Gewinn von Porsche bricht um 90 Prozent ein - Neuer Chef kündigt "Verschlankung" an

Gewinn von Porsche bricht um 90 Prozent ein - Neuer Chef kündigt "Verschlankung" an


Gewinn von Porsche bricht um 90 Prozent ein - Neuer Chef kündigt "Verschlankung" an
Gewinn von Porsche bricht um 90 Prozent ein - Neuer Chef kündigt "Verschlankung" an / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Die Krise beim Autobauer Porsche hat den Gewinn im vergangenen Jahr fast aufgezehrt. Er sank um 91,4 Prozent auf noch 310 Millionen Euro, wie Porsche am Mittwoch mitteilte. Der neue Chef Michael Leiters kündigte an, Porsche werde die Führungsstruktur "verschlanken", Hierarchien abbauen und Bürokratie reduzieren. "Wir nutzen die aktuellen Herausforderungen als Chance."

Textgröße ändern:

Gründe für den Gewinneinbruch sind laut Unternehmen das "schwierige Marktumfeld China", die hohen US-Zölle sowie der Strategieschwenk: Porsche hatte stark in E-Autos investiert, fand dafür aber nur wenig Käufer. Daher hatte die VW-Tochter schon im Herbst angekündigt, mehrere vollelektrische Modelle später als geplant auf den Markt zu bringen und stattdessen wieder stärker auf Verbrenner und Hybrid-Wagen zu setzen. Im Januar trat Leiters seinen Posten an.

Die Kosten für den Strategiewechsel bezifferte Porsche auf 3,9 Milliarden Euro, darunter 700 Millionen Euro für die Aufgabe einer eigenen Batterieproduktion. Die US-Zölle schlugen demnach mit rund 700 Millionen Euro zu Buche.

Der Umsatz ging im vergangenen Jahr um 9,5 Prozent im Vorjahresvergleich auf 36,3 Milliarden Euro zurück, die Auslieferungen an die Kunden um rund zehn Prozent auf 279.449 Autos.

Für das laufende Jahr rechnet Porsche mit erneut "sehr herausfordernden Marktbedingungen". In China sei das Luxussegment "weiter unter Druck", die geopolitischen Unsicherheiten sowie die Zollpolitik der USA dürften demnach bestehen bleiben. Potenzielle Auswirkungen der jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten seien nicht berücksichtigt. Porsche rechnet bislang mit einem gleichbleibenden Umsatz von rund 35 bis 36 Milliarden Euro.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Lobbycontrol: Wirtschaft gibt Rekordsumme für Einflussnahme auf EU-Institutionen aus

Unternehmen und Wirtschaftsverbände geben nach Angaben von Lobbycontrol Rekordsummen aus, um EU-Institutionen zu beeinflussen. Zum Stichtag 11. Mai 2026 waren es binnen eines Jahres insgesamt 382 Millionen Euro, wie eine am Donnerstag in Brüssel veröffentlichte Analyse von Lobbycontrol und Corporate Europe Observatory ergab. Dies waren demnach 27 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum und fast 50 Prozent mehr als noch im Jahr 2020.

Nach Aus für FCAS: Startschuss für mögliches Kampfjet-Nachfolgeprojekt

Nach dem Aus für das deutsch-französische Kampfjet-Projekt FCAS ist der Startschuss für eine mögliche europäische Nachfolgelösung gefallen. Ein Konsortium um den Flugzeugbauer Airbus schloss am Donnerstag bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin. eine entsprechende Vereinbarung, wie die beteiligten Unternehmen mitteilten. Ob sich die Bundesregierung tatsächlich für das Bündnis aus insgesamt acht Unternehmen entscheidet, ist offen.

Familien-Sommerferien-Ticket der DB ab Sonntag buchbar

Das von der Deutschen Bahn (DB) bereits angekündigte Familienticket für die Sommerferienwochen zum Preis von 99,99 Euro ist ab Sonntag buchbar. Ab dem 14. Juni bis zum 12. September könne das Angebot gebucht werden, teilte die Bahn am Donnerstag mit. Es gilt für Reisen zwischen dem 26. Juni und dem 14. September. Eine einzelne Hin- oder Rückfahrt kostet demnach 59,99 Euro.

EZB hebt Leitzinsen erstmals seit 2023 wieder an - Einlagenzins bei 2,25 Prozent

Die steigenden Preise wegen des Iran-Krieges haben die Europäische Zentralbank (EZB) zur ersten Leitzinserhöhung seit September 2023 veranlasst. Der EZB-Rat beschloss am Donnerstag "einstimmig", die drei Leitzinssätze um jeweils 0,25 Prozentpunkte zu erhöhen, wie EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagte. Der für Sparer wichtige Einlagenzins liegt damit bei 2,25 Prozent. Das Echo in Deutschland auf die Entscheidung ist geteilt - denn die Folgen des Krieges setzen auch die Wirtschaft unter Druck.

Textgröße ändern: