Pallade Veneta - Chinesischer Reederei-Konzern Cosco nimmt wieder Aufträge in Golfstaaten an

Chinesischer Reederei-Konzern Cosco nimmt wieder Aufträge in Golfstaaten an


Chinesischer Reederei-Konzern Cosco nimmt wieder Aufträge in Golfstaaten an
Chinesischer Reederei-Konzern Cosco nimmt wieder Aufträge in Golfstaaten an / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP/Archiv

Der chinesische Reederei-Konzern Cosco will wieder die Gewässer um den Persischen Golf befahren. Cosco teilte am Mittwoch mit, wieder Transportaufträge für Frachtcontainer mit Zielorten in mehreren Golfstaaten anzunehmen. Zuvor hatte die Internationale Schifffahrtsorganisation der UN erklärt, dass der Iran die Passage der Straße von Hormus für "nicht-feindliche" Schiffe wieder freigeben werde.

Textgröße ändern:

Der Reederei-Riese Cosco hatte als Reaktion auf den Krieg im Nahen Osten Buchungen in die Region Anfang März ausgesetzt. Nun erklärte der chinesische Konzern, dass "die Annahme neuer Buchungen für Stückgutcontainer" für Transporte in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, Kuwait und in den Irak "mit sofortiger Wirkung" wieder aufgenommen werde. Aufgrund der "instabilen Lage im Nahen Osten" könnten sich neue Buchungsvereinbarungen und die tatsächliche Beförderung allerdings ändern, fügte das Unternehmen hinzu.

Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) hatte zuvor bekanntgegeben, dass der Iran die bislang gesperrte Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und so auch mit dem Indischen Ozean verbindet, wieder für Schiffe öffne, die "weder an Aggressionshandlungen gegen den Iran teilnehmen noch diese unterstützen" und gewisse Sicherheitsvorschriften einhielten. Diese Schiffe dürften "in Abstimmung mit den zuständigen Behörden" fortan wieder die wichtige Meerenge passieren, hieß es in einer am Dienstag von der IMO veröffentlichten Erklärung Teherans.

Am Freitag läuft das neue Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an den Iran zur Öffnung der Straße von Hormus aus. Trump hatte am Samstag mit Angriffen auf iranische Energieanlagen gedroht, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht öffnen. Am Montag verlängerte er die Frist um fünf Tage.

Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Zudem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Dies ließ die Öl- und Gaspreise weltweit in die Höhe schnellen und setzte wegen gestiegener Treibstoffpreise Trump innenpolitisch unter Druck.

Medienberichten zufolge legte die US-Regierung der iranischen Regierung zuletzt einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Krieges vor. Der Vorschlag sei Teheran über die pakistanische Regierung übermittelt worden, die sich als Vermittler angeboten hatte, berichtete die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf zwei anonyme Beamte. Der Plan sieht demnach strikte Beschränkungen für Teherans Atomprogramm und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor. Im Gegenzug sollen dem israelischen Sender Channel 12 zufolge die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

Gewerkschaften bereit zu weiteren Spitzengesprächen über Reformvorhaben

Nach dem Reformgipfel im Kanzleramt haben die Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaften ihr Interesse an einer Fortführung der Gespräche bekundet. "Als ein Ergebnis des Gesprächs halten wir fest, dass zu einzelnen Themen ein vertiefter Austausch stattfinden soll", hieß es in einem am Donnerstag veröffentlichten gemeinsamen Statement der Vorsitzenden von DGB, IG Metall, Verdi und IG BCE. "Wir stehen jederzeit bereit, in gleicher oder ähnlicher Zusammensetzung in weiteren Formaten mitzuarbeiten."

US-Präsident Trump: "Ich liebe die Inflation"

US-Präsident Donald Trump hat mit einer überraschenden Reaktion auf neue Daten zum Anstieg der Verbraucherpreise Kritik hervorgerufen: "Die Zahlen waren großartig (...) Ich liebe die Inflation", sagte Trump am Mittwoch (Ortszeit) vor Reportern. Auch verwies Trump erneut darauf, dass die Inflation "wie ein Stein" fallen werde, sobald der Iran-Krieg beendet sei.

DIHK "sehr optimistisch" zu Reformentscheidungen der Politik vor Sommerpause

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat sich "sehr optimistisch" gezeigt, dass die Bundesregierung nach dem Spitzentreffen der schwarz-roten Koalition mit Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden noch vor der Sommerpause konkrete Entscheidungen auf den Weg bringt. "Ich glaube das", sagte DIHK-Präsident Peter Adrian am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Regierung habe "ein großes Interesse daran, hier zu punkten".

EZB gibt Leitzinsentscheidung bekannt - Erste Erhöhung seit 2023 erwartet

Vor dem Hintergrund wachsender Inflationsrisiken wegen des Iran-Krieges verkündet die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag (14.15 Uhr) ihre neue Leitzinsentscheidung. Es wird erwartet, dass die EZB die Leitzinsen zum ersten Mal seit September 2023 wieder anheben könnte. EZB-Präsidentin Christine Lagarde erläutert die Entscheidung im Anschluss auf einer Pressekonferenz (14.45 Uhr).

Textgröße ändern: