Pallade Veneta - Panikkäufe und Milliardenhilfen: Asiatische Staaten kämpfen mit Folgen des Krieges

Panikkäufe und Milliardenhilfen: Asiatische Staaten kämpfen mit Folgen des Krieges


Panikkäufe und Milliardenhilfen: Asiatische Staaten kämpfen mit Folgen des Krieges
Panikkäufe und Milliardenhilfen: Asiatische Staaten kämpfen mit Folgen des Krieges / Foto: Ted ALJIBE - AFP

Die asiatischen Staaten haben besonders mit den Folgen des Krieges im Nahen Osten zu kämpfen. In Indien kam es am Donnerstag vielerorts zu Panikkäufen wegen Gerüchten über Kraftstoffengpässe. In Südkorea kündigte die Regierung ein massives Ausgabenpaket zur Entlastung der Verbraucher wegen der hohen Energiepreise an. Auf den Philippinen wurde ein "Energienotstand" ausgerufen - Abhilfe soll nun Öl aus Russland schaffen.

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Ein Großteil des Öls und Erdgases aus den Golfstaaten geht im Normalfall nach Asien. Indien hat einen massiven Energiebedarf und importiert 85 Prozent seines Öls. Die Regierung von Narendra Modi verweist auf gut gefüllte Vorräte und bislang sind die Preise an den Tankstellen weitgehend stabil geblieben.

"Glauben Sie keinen Gerüchten", sagte Sujata Sharma vom indischen Ölministerium. "Geben Sie sich keinen Hamsterkäufen hin." In vielen Teilen des Landes geschah dann jedoch genau dies. Vielerorts bildeten sich lange Schlangen an den Tankstellen. Die Polizei bewachte die Tanklager im westlichen Bundesstaat Gujarat, nachdem sich der Absatz verdoppelt hatte.

Die südkoreanische Regierung kündigte Ausgaben in Höhe von 25 Billionen Won (14,4 Milliarden Euro) für Entlastungen vor allem in Form von Steuerrabatten an. Seoul hatte zuvor bereits eine Deckelung der Spritpreise angekündigt. Auch Südkorea ist stark von Ölimporten aus der Golfregion abhängig, die wegen der Sperrung der Straße von Hormus derzeit nicht auf den Markt gelangen.

Japan ist in einer ähnlichen Situation. Die Regierung in Tokio kündigte am Donnerstag an, die Freigabe der nationalen Ölreserven ein weiteres Mal auszuweiten.

Auf den Philippinen kam am Donnerstag nach AFP-Informationen ein erster Tanker mit mehr als 700.000 Barrel russischem Öl an. Der Inselstaat ist ein enger Verbündeter der USA, der Bezug von Öl aus Russland war deshalb wegen der Ukraine-Sanktionen lange kaum denkbar. Nach Angaben örtlicher Medien hatte das Land seit fünf Jahren kein russisches Öl importiert.

Anfang des Monats hatten die USA bestimmte Sanktionen gelockert und damit den Kauf von russischem Öl, das sich bereits auf See befindet, bis zum 11. April genehmigt. Der gestiegene Ölpreis wegen seines Krieges gegen den Iran wird innenpolitisch für US-Präsident Donald Trump zunehmend zum Problem.

A.dCosmo--PV

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