Pallade Veneta - Mehr Gehalt fürs Bodenpersonal: Lufthansa und Verdi erzielen Tarifeinigung

Mehr Gehalt fürs Bodenpersonal: Lufthansa und Verdi erzielen Tarifeinigung


Mehr Gehalt fürs Bodenpersonal: Lufthansa und Verdi erzielen Tarifeinigung
Mehr Gehalt fürs Bodenpersonal: Lufthansa und Verdi erzielen Tarifeinigung / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP

Die Gewerkschaft Verdi und der Lufthansa-Konzern haben in den Tarifverhandlungen für das Bodenpersonal eine Einigung erzielt. Die Grundgehälter der mehr als 20.000 Bodenbeschäftigten sollen in zwei Schritten um insgesamt 4,65 Prozent angehoben werden, erklärte die Gewerkschaft am Freitag. Der neue Tarifvertrag läuft demnach bis Ende Februar 2028.

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Zum Lufthansa-Bodenpersonal gehören den Angaben nach Beschäftigte beim Check-In, in der Passagierbetreuung, bei der Flugzeugwartung und Technik, bei der Fracht und Logistik sowie in der Administration. Sie sind bei verschiedenen Konzerngesellschaften angestellt, darunter die Kernmarke Deutsche Lufthansa, die Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo.

Der Einigung zufolge steigen die Grundgehälter zunächst rückwirkend ab dem 1. Januar 2026 um 2,2 Prozent. Ausgenommen sind die Angestellten bei der Kernmarke, wo dieser Gehaltsschritt erst zum 1. Februar 2027 vollzogen wird. Zum 1. März 2027 folgt eine weitere Erhöhung um 2,4 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen steigen laut Verdi ebenfalls in zwei Schritten um insgesamt 100 Euro.

Der Gewerkschaft sei es zudem ein "zentrales Anliegen" gewesen, "die Ausgliederung des Lufthansa-Personals aus der Passagier- und Flugzeugabfertigung in günstiger tarifierte Firmen zu verhindern". Hier sei ein "umfangreicher, achtjähriger Ausgliederungsschutz gelungen".

"Die Beschäftigten haben künftig im Durchschnitt gut 220 Euro monatlich mehr in der Tasche", erklärte der Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky. "Zugleich ist die in den letzten Monaten oft diskutierte Ausgliederung, die wie eine Drohung über den Bodenbeschäftigten schwebte, nun für lange Zeit ausgeschlossen."

Die Tarifverhandlungen waren im Januar angelaufen. Bis zum Ergebnis, das noch unter Vorbehalt der Zustimmung der Mitarbeiter steht, waren vier Gesprächsrunden nötig. Gestreikt wurde jedoch nicht. 2024 war es im Tarifstreit zwischen Verdi und Lufthansa zu mehrtägigen Streiks gekommen. Eine Einigung erzielten die beiden Seiten damals erst in einem Schlichtungsverfahren.

P.Colombo--PV

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