Pallade Veneta - Merz bereitet offenbar Entlastungen vor - höhere Pendlerpauschale im Gespräch

Merz bereitet offenbar Entlastungen vor - höhere Pendlerpauschale im Gespräch


Merz bereitet offenbar Entlastungen vor - höhere Pendlerpauschale im Gespräch
Merz bereitet offenbar Entlastungen vor - höhere Pendlerpauschale im Gespräch / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Angesichts der weiterhin hohen Energiepreise konkretisieren sich in der Bundesregierung offenbar die Pläne für steuerliche Entlastungen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist einem Bericht der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag zufolge offen für eine Erhöhung der Pendlerpauschale von derzeit 38 Cent auf bis zu 45 Cent je Kilometer. Zudem sei er für eine Senkung der Stromsteuer. Die Überlegungen zur Pendlerpauschale stießen beim Koalitionspartner SPD allerdings auf Kritik.

Textgröße ändern:

Eine Erhöhung der Pendlerpauschale würde erst im kommenden Jahr im Rahmen der Steuererklärungen bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen. Menschen mit niedrigem Einkommen, die wenige oder gar keine Steuern zahlen, würden davon zudem weniger profitieren als Besserverdienende.

"Die Pendlerpauschale würde nur zeitversetzt entlasten und dies zudem nur in einem sehr geringen Umfang", sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese der "Rheinischen Post". Deshalb sei es sinnvoller, "neben einer Übergewinnsteuer für Energieunternehmen einen Spritpreisdeckel einzuführen".

Ein solcher Preisdeckel wäre ein wirksames Instrument, "um zeitnah eine klare Entlastung an die Bürgerinnen und Bürger zu geben", führte Wiese aus. Der SPD-Politiker betonte jedoch, es sei "grundsätzlich zu begrüßen, dass jetzt auch unser Koalitionspartner erkennt, dass weitere Entlastungsschritte dringend erforderlich sind".

CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann schrieb im Kurzbotschaftendienst X, für die Koalition blieben "alle Instrumente zur Preisdämpfung auf dem Tisch". Die Lage auf den Energiemärkten dürfte weiter angespannt bleiben, für eine Entwarnung sei es zu früh.

Auch der Arbeitnehmerflügel der Union zeigte sich unzufrieden mit einer Anhebung der Pendlerpauschale. "Die Menschen brauchen Entlastung jetzt - und nicht erst mit der nächsten Steuererklärung in über einem Jahr", sagte Dennis Radtke, Chef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), der "Rheinischen Post". Radtke forderte unter anderem "ein direktes Mobilitätsgeld für Beschäftigte mit kleinen Einkommen" sowie die Senkung der Mehrwertsteuer für Grundnahrungsmittel auf null.

Der CDA-Chef begrüßte aber die Überlegungen zur Stromsteuer - eine Senkung sei "längst überfällig", sagte er. "Sie entlastet Arbeitnehmer, Familien und Betriebe endlich breiter und gerechter als viele andere Einzelmaßnahmen."

Erste Entscheidungen könnten womöglich am Wochenende fallen. In der Koaliton gibt es dem Vernehmen nach Überlegungen für ein Treffen im Koalitionsausschuss. Die "Bild"-Zeitung nannte Sonntag als Termin.

In der Opposition bemängelte auch die Linke, dass eine Entlastung über die Pendlerpauschale keine Soforthilfe leiste. Zudem sei die Pauschale sozial ungerecht, erklärte der Finanzexperte der Linken-Bundestagsfraktion, Christian Görke. "Die Pflegekraft im Krankenhaus, die gar keine oder nur geringe Steuern zahlt, bekommt beim gleichen Arbeitsweg viel weniger raus als der Chefarzt - oder gar nichts." Görke forderte 150 Euro Krisenenergiegeld für alle.

Die AfD kritisierte gleichfalls die Überlegungen zur Pendlerpauschale. Parteichefin Alice Weidel forderte eine sofortige Senkung der Energie- und der Mehrwertsteuer und ein Ende der CO2-Bepreisung. Ähnliches verlangte BSW-Chef Fabio Di Masi: "Die Energiesteuer muss gesenkt, die CO2-Abgabe abgeschafft und die Mehrwertsteuer reduziert werden."

Auch der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, äußerte sich kritisch zu einer möglichen Erhöhung der Pendlerpauschale. "Die Erhöhung der Pendlerpauschale wäre ein ineffizientes und teures Instrument, das die sozialen Ungleichheiten weiter verschärfen dürfte", sagte er der "Rheinischen Post". Viel wichtiger als der Benzinpreis seien für die meisten Menschen "die hohen und steigenden Lebensmittelpreise".

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisierte eine Anhebung der Pendlerpauschale als "Steuergeschenk für Besserverdienende". Eine höhere Pendlerpauschale subventioniere "das Schaufahren gegen den Klimaschutz mit spritdurstigen Fahrzeugen noch weiter", erklärte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch. Er schlug ein Tempolimit auf deutschen Straßen vor: Allein dadurch könnten bis zu 4,7 Milliarden Liter Sprit eingespart werden - durch die sinkende Nachfrage würden die Spritpreise sinken.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Trump bestätigt Ernennung von Geheimdienstchef Clayton zum KI-Berater

US-Präsident Donald Trump hat die Ernennung des GeheimdienstdirektorsJay Clayton zu seinem neuen Beauftragten für Künstliche Intelligenz (KI) bestätigt. Trump schrieb am Sonntag auf seiner Onlineplattform Truth Social, Clayton solle in dieser Rolle die Anstrengungen koordinieren, damit die USA "weiterhin die Welt bei der Superintelligenz anführen". Die KI wird von Trump neuerdings als "Superintelligenz" bezeichnet.

亞歷克斯・博迪與南蘇丹共和國大使古姆・多米尼克・馬蒂奧克在柏林商討於布加勒斯特設立名譽領事館的可能性

羅馬尼亞企業家亞歷克斯・博迪(Alex Bodi,41歲)與南蘇丹大使古姆・多米尼克・馬蒂奧克・馬蒂奧克(Gum Dominic Matiok Matiok,60歲)於2026年9月27日在柏林麗思卡爾頓飯店,商討在布加勒斯特設立南蘇丹共和國名譽領事館事宜。構想中的領事聯絡機構有望促進兩國交流,並擬由博迪出任名譽領事。

Ab November "dauerhaft": Deutsche Bahn verlängert für Ferien eingeführtes Familienticket

Das zunächst nur für einen begrenzten Zeitraum im Sommer eingeführte Familienticket der Deutschen Bahn soll ab November dauerhaft angeboten werden. "Wir haben uns entschieden, das Familienticket, das wir zunächst zeitweise für die Sommerferien eingeführt hatten, dauerhaft ins Sortiment aufzunehmen", sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla der "Bild am Sonntag". Eine Hin- und Rückfahrt für Familien kostet in dem Tarif 99,99 Euro inklusive ICE-Reservierung.

Nach Scheitern von Wohnungsgesetz in Spanien: Zehntausende demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum

Nach dem Nein des spanischen Parlaments zu einem Regulierungspaket gegen die Wohnungsnot haben am Samstag erneut zehntausende Menschen im Land für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. In Madrid zogen mehrere Demonstrationszüge durch das Stadtzentrum. Auf einem großen Transparent stand "Auf zum Generalstreik". Nach Behördenangaben beteiligten sich alleine in der Hauptstadt 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000.

Textgröße ändern: