Pallade Veneta - Dröge fordert wegen Energiekrise Stromsteuersenkung und Tempolimit

Dröge fordert wegen Energiekrise Stromsteuersenkung und Tempolimit


Dröge fordert wegen Energiekrise Stromsteuersenkung und Tempolimit
Dröge fordert wegen Energiekrise Stromsteuersenkung und Tempolimit / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge fordert wegen der aktuellen Energiekrise eine Senkung der Stromsteuer für alle Verbraucherinnen und Verbraucher sowie ein allgemeines Tempolimit. Die Absenkung der Stromsteuer wäre "eine Entlastung, die wirklich bei den Menschen ankommen würde", sagte Dröge am Dienstag in Berlin. Hingegen sei der von Union und SPD beschlossene Tankrabatt "unsinnig" und "setzt die falschen Anreize".

Textgröße ändern:

Es ergebe keinen Sinn, bei einer Verknappung von Öl und Gas den Verbrauch auch noch zu subventionieren, warnte Dröge. Sinnvoller seien in dieser Lage Maßnahmen zum Energiesparen. Effektiv sei hier das auch von der Mehrheit der Bevölkerung befürwortete Tempolimit. Zur Entlastung der Verbraucherinnen und Verbraucher empfahl Dröge neben der Senkung der Stromsteuer auch die befristete Wiedereinführung des Neun-Euro-Tickets für den öffentlichen Nahverkehr sowie Direktzahlungen eines Klimagelds an die Bürgerinnen und Bürger, finanziert durch eine Übergewinnsteuer für Energiekonzerne.

Mit Blick auf die anstehende Reform der gesetzlichen Krankenversicherung warb Dröge für Maßnahmen, die eine Beitragssenkung um zwei Prozentpunkte ermöglichen. Konkret sprach sie sich dafür aus, die Pharmaindustrie zu einem höheren Herstellerrabatt zu verpflichten. Jedoch "trauen sich Union und SPD nicht ausreichend, die Pharmaindustrie mit in die Verantwortung zu nehmen", kritisierte die Grünen-Politikerin.

Die Vorschläge der Reformkommission zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung bewertete Dröge als vorwiegend positiv. Wo dies in einzelnen Punkten nicht der Fall sei, gebe es Alternativen. Kritisch äußerte sie sich zu neuen Vorstößen aus der Union für Karenztage für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei der Lohnfortzahlung. Sie argumentierte, dies würde nicht nur die Beschäftigten belasten, sondern sei auch nachteilig für die Unternehmen, wenn Menschen krank zur Arbeit gingen und dann Kolleginnen und Kollegen ansteckten.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Koalition berät in Spitzentreffen mit Sozialpartnern über Reformen

Die Spitzen der schwarz-roten Koalition sind am Mittwochabend zu Beratungen mit Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden über die geplanten Reformen im Sozialbereich und zur Stärkung der Wirtschaft zusammengekommen. Laut Bundesregierung geht es bei dem Treffen im Bundeskanzleramt unter Vorsitz von Kanzler Friedrich Merz (CDU) um einen "Austausch politischer Positionen und Ideen". Entscheidungen sollten noch nicht getroffen werden.

Trump: Neuer Geheimdienstchef Pulte soll Personal abbauen

US-Präsident Donald Trump dringt auf einen Personalabbau bei der Geheimdienstaufsicht. Der neue Geheimdienstkoordinator Bill Pulte solle nach seinem Amtsantritt am 19. Juni "die sofortige und notwendige Verkleinerung seines Büros ausführen und das Personal in die Stammbehörden zurückversetzen", schrieb Trump am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Bereits die zurückgetretene Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard hatte die Belegschaft in gut einem Jahr um 40 Prozent verringert.

Nach FCAS-Aus: Frankreich will bis 2040 eigenen Kampfjet entwickeln

Nach dem Ende des deutsch-französischen Kampfjet-Vorhabens FCAS hat sich die französische Verteidigungsministerin zuversichtlich gezeigt, dass Frankreich bis 2040 ein eigenes Kampfflugzeug bauen kann. Die französische Industrie sei "derzeit das einzige Team in Europa, das in der Lage ist, ein Kampfflugzeug völlig autonom zu entwickeln und zu produzieren", sagte Verteidigungsministerin Catherine Vautrin am Mittwoch im Senat.

Nach ausländerfeindlichen Protesten wächst in Belfast die Sorge vor neuer Gewalt

Geschlossene Schulen und Geschäfte, Stillstand bei Bussen und Bahnen, Polizei in Alarmbereitschaft: Nach den Ausschreitungen bei ausländerfeindlichen Protesten in Belfast wächst in der nordirischen Stadt die Sorge vor neuer Gewalt. Rechtsextreme Aktivisten hatten zu den Protesten am Dienstagabend aufgerufen, bei denen Fahrzeuge und Häuser in Brand gesteckt wurden. Hintergrund war die Veröffentlichung eines Videos eines brutalen Messerangriffs, für den ein festgenommener sudanesischer Migrant verantwortlich gemacht wird.

Textgröße ändern: