Pallade Veneta - Auslaufendes bayerisches Familiengeld: Europäischer Gerichtshof rügt Deutschland

Auslaufendes bayerisches Familiengeld: Europäischer Gerichtshof rügt Deutschland


Auslaufendes bayerisches Familiengeld: Europäischer Gerichtshof rügt Deutschland
Auslaufendes bayerisches Familiengeld: Europäischer Gerichtshof rügt Deutschland / Foto: LOIC VENANCE - AFP/Archiv

Die Ausgestaltung des auslaufenden bayerischen Familiengelds ist nicht mit europäischem Recht vereinbar. Das entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Donnerstag und gab damit einer Klage der EU-Kommission gegen Deutschland statt. Das Familiengeld ist inzwischen abgeschafft. Es wird nur noch für Kinder gezahlt, die vor 2025 geboren wurden und höchstens 36 Monate alt sind. (Az. C-642/24)

Textgröße ändern:

Der Freistaat führte die Leistung 2018 für Eltern mit Wohnsitz in Bayern ein. Für das erste und zweite Kind wurden 250 Euro gezahlt, ab dem dritten Kind 300 Euro. Wenn das Kind in einem anderen EU-Land mit niedrigeren Lebenshaltungskosten aufwuchs, waren die Leistungen aber niedriger.

2024 klagte darum die Kommission. Der EuGH bestätigte nun, dass solche pauschalen Familienleistungen nicht vom Wohnort des Kinds abhängig gemacht werden dürfen. Denn Arbeitnehmer aus diesen Staaten tragen mit ihren Steuern und Sozialabgaben zur Finanzierung der Maßnahmen bei, wie der Gerichtshof ausführte.

In einem ähnlichen Fall entschied der EuGH bereits 2022, dass EU-Staaten Kindergeld und andere Familienleistungen einheitlich gewähren müssen. Damals ging es um Regelungen aus Österreich.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Studie: Einschnitte bei der Rente treffen auch und gerade jüngere Versicherte

Einschnitte bei der Rente treffen nicht nur ältere Menschen, sondern auch und gerade jüngere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das ist das Ergebnis einer am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Geforderte Maßnahmen wie ein höheres Renteneintrittsalter oder eine Absenkung des Rentenniveaus seien anders als häufig behauptet "kein Beitrag für mehr Generationengerechtigkeit", warnen die Autorinnen und Autoren.

Nach Facebook-Sperrung: Seite von Playboy Deutschland wieder online

Nach einer mehrwöchigen Sperre ist die Facebookseite von Playboy Deutschland wieder erreichbar. Wie der deutsche Playboy-Verlag Kouneli Media am Donnerstag mitteilte, entsperrte der Facebook-Mutterkonzern Meta die Seite des Magazins am Mittwoch. Dem sei eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Düsseldorf gegen das US-Unternehmen vorausgegangen, das die Sperrung der Seite durch Meta "als rechtswidrig eingestuft" habe.

Umfrage: Junge Menschen zeigen sich im Netz oft glücklicher als in Wirklichkeit

Junge Menschen zeigen sich einer Umfrage zufolge im Netz oft glücklicher, als sie tatsächlich sind. Für mehr als die Hälfte der 16- bis 29-Jährigen ist es insgesamt wichtig, online einen positiven Gesamteindruck zu vermitteln, wie der Branchenverband Bitkom am Donnerstag mitteilte. Über 30-Jährige gaben nur zu elf Prozent an, sich online glücklicher darzustellen.

KI-Nachfrage treibt Gewinn von Chip-Hersteller TSMC weiter nach oben

Der Chiphersteller TSMC aus Taiwan hat einen weiteren Rekordgewinn erzielt. Im ersten Quartal übertraf der Nettogewinn die Erwartungen von Analysten und legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 58 Prozent auf 572,5 Milliarden Neue Taiwan-Dollar (rund 15,4 Milliarden Euro) zu, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. TSMC profitierte dabei von der starken Nachfrage nach Halbleitern im Zuge des Booms bei Künstlicher Intelligenz (KI).

Textgröße ändern: