Pallade Veneta - Merz: Arbeitnehmer-Entlastungsprämie soll auch 2027 möglich sein

Merz: Arbeitnehmer-Entlastungsprämie soll auch 2027 möglich sein


Merz: Arbeitnehmer-Entlastungsprämie soll auch 2027 möglich sein
Merz: Arbeitnehmer-Entlastungsprämie soll auch 2027 möglich sein / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP

Die wegen der hohen Energiepreise von Union und SPD beschlossene 1000-Euro-Entlastungsprämie für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer soll nach den Worten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auch 2027 in Anspruch genommen werden können. "Dieses Angebot soll ja für das Jahr 2026 und auch für das Jahr 2027 gelten", sagte Merz auf einer Pressekonferenz mit dem irischen Premierminister Micheál Martin in Berlin. Mit Blick auf Kritik an der Maßnahme sprach er von einer Offerte, die in Anspruch genommen werden könne oder auch nicht.

Textgröße ändern:

Die Aussage des Kanzlers stimmt hinsichtlich der zeitlichen Gültigkeit der Prämie nicht mit den Beschlüssen der Koalition vom vergangenen Wochenende überein. "Die Koalition wird es Arbeitgebern im Jahr 2026 ermöglichen, eine steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie in der Höhe von 1000 Euro zu zahlen", hieß es danach. Vom Jahr 2027 war bisher nicht die Rede. "Die Worte des Kanzlers stehen für sich", sagte eine Regierungssprecherin dazu auf Nachfrage. Das Bundesfinanzministerium äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht, sondern verwies auf das Kanzleramt.

Von Seiten der Arbeitgeber hatte es Kritik gegeben, der Koalitionsbeschluss gehe zu ihren Lasten. Dem widersprach Merz. Das Ganze sei "nicht mehr und nicht weniger als ein Angebot", stellte er klar. Dieses Angebot "kann zum Teil wahrgenommen werden, und es darf auch gar nicht in Anspruch genommen werden". Auch öffentliche Gebietskörperschaften seien hier frei in ihren Entscheidungen." Es gehe um eine Möglichkeit, "um in einer schwierigen Zeit Betrieben und Beschäftigten eine Erleichterung zu geben bei den Steuern und Sozialversicherungsabgaben". Letzteres betreffe dann auch die Unternehmen.

Wirtschaftsverbände und Unternehmen hatten zuvor darauf hingewiesen, dass viele Arbeitgeber nicht zu zusätzlichen Zahlungen in der Lage seien. Ähnliche Vorbehalte kamen auch aus Ländern und Kommunen. Unions-Fraktionschef Jens Spahn machte deutlich, dass es auch für Beschäftigte des Bundes selbst wohl keine zusätzlichen Zahlungen geben werde. Einzelne Unternehmer zeigten sich allerdings offen für das Angebot.

Von Gewerkschaftsseite gab es Kritik, dass letztlich nur manche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Genuss der Prämie kommen dürften. Diese ist Teil des von der Koalition beschlossenen Entlastungspakets wegen der hohen Energiepreise. Dazu zählt auch die Senkung der Mineralölsteuer um 17 Cent für zwei Monate, über die der Bundestag am Donnerstagvormittag erstmals beriet.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Monet-Gemälde für zehn Millionen Euro versteigert - Höchstpreis in Frankreich

Ein Gemälde des französischen Impressionisten Claude Monet ist in Paris für knapp 10,2 Millionen Euro versteigert worden. Damit erzielte "Vétheuil, effet du matin" (frei übersetzt: Vétheuil, Morgenstimmung) einen Rekordpreis für ein Monet-Werk bei einer Versteigerung in Frankreich, wie das Auktionshaus Sotheby's am Donnerstag mitteilte. Um das 1901 entstandene Gemälde war demnach bei der Auktion ein zehnminütiger intensiver Bieterwettkampf entbrannt.

Hohe Kerosinkosten und Arbeitskämpfe: Lufthansa stoppt Flugangebot von Cityline

Die hohen Kerosinkosten und die derzeitigen Arbeitskämpfe werden für die Lufthansa immer mehr zur Belastung. Die Airline stoppte am Donnerstag mit sofortiger Wirkung das Flugangebot der Tochtergesellschaft Cityline. Die "aktuelle Krise" zwinge das Unternehmen, die schon länger geplante Maßnahme nun früher umzusetzen, erklärte der Finanzvorstand des Lufthansa-Konzerns, Till Streichert. Scharfe Kritik daran kam von der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC).

Lufthansa stoppt Flugangebot von Cityline

Die Lufthansa stoppt angesichts hoher Kerosinkosten und der derzeitigen Arbeitskämpfe ab sofort das Flugangebot der Tochtergesellschaft Cityline. Die "aktuelle Krise" zwinge das Unternehmen, die schon länger geplante Maßnahme nun früher umzusetzen, erklärte der Finanzvorstand des Lufthansa-Konzerns, Till Streichert, am Donnerstag. Dies sei "insbesondere mit Blick auf die Kolleginnen und Kollegen von Lufthansa Cityline ein schmerzhafter Schritt", fügte er hinzu - umso wichtiger sei es nun, "Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten im Konzern zu finden".

Grünes Licht für Strompreissubvention für energieintensive Industrie

Unternehmen in energieintensiven Bereichen können mit deutlichen Entlastungen bei ihren Stromkosten rechnen. Die EU-Kommission gab am Donnerstag grünes Licht für die Pläne der Bundesregierung für einen sogenannten Industriestrompreis. Deutschland darf demnach die Stromkosten energieintensiver Unternehmen rückwirkend ab dem 1. Januar 2026 bis Ende 2028 subventionieren. "Damit wird buchstäblich ein Bremsklotz beseitigt", freute sich Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU).

Textgröße ändern: