Pallade Veneta - Baugewerbe mit mehr Aufträgen im Februar - Dreimonatsvergleich aber weiter negativ

Baugewerbe mit mehr Aufträgen im Februar - Dreimonatsvergleich aber weiter negativ


Baugewerbe mit mehr Aufträgen im Februar - Dreimonatsvergleich aber weiter negativ
Baugewerbe mit mehr Aufträgen im Februar - Dreimonatsvergleich aber weiter negativ / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Das Bauhauptgewerbe hat im Februar wieder mehr Aufträge erhalten. Insbesondere wegen eines empfindlichen Rückgangs im Januar bleibt der Auftragseingang im weniger volatilen Dreimonatsvergleich aber negativ, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fiel auch der Umsatz der Unternehmen deutlich geringer aus.

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Preisbereinigt legte der Auftragseingang der Bauunternehmen im Februar im Vergleich zum Vormonat um 7,6 Prozent zu. Im Hochbau betrug das Plus 8,6 Prozent und im Tiefbau 6,7 Prozent. Über die drei Monate Dezember, Januar und Februar gesehen nahm der Auftragseingang um 4,6 Prozent ab. Das Minus fällt im Hochbau mit 9,2 Prozent besonders groß aus, im Tiefbau sind es nur minus 0,4 Prozent.

"Der Rückgang im Januar war demnach nur ein kleiner Rückschlag, die vorsichtigen Wachstumssignale des vergangenen Jahres haben sich im Februar fortgesetzt", erklärte Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Bauindustrie. "Wenn auch nicht in allen Sparten und Regionen, so hat der Wohnungsbau von den gestiegenen Baugenehmigungen noch nicht profitiert."

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2025 stieg der Auftragseingang deutlich an - um 9,8 Prozent. Im Umsatz spiegelt sich das jedoch nicht wieder: Preisbereinigt setzte das Bauhauptgewerbe im Februar 2026 gut 13 Prozent weniger um als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Beschäftigten in den Unternehmen der Branche stieg im gleichen Zeitraum leicht, um 0,9 Prozent auf rund 537.000.

"Der Umsatzrückgang im Februar ist im Wesentlichen witterungsbedingt", relativierte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe. "Anders als im überdurchschnittlich milden Februar 2025 haben Frost und Niederschläge in diesem Jahr an vielen Standorten die Bautätigkeit gebremst. Ein solcher Rückgang zum Jahresauftakt ist daher kein Konjunktursignal, sondern ein Saisoneffekt."

"Hierbei muss allerdings berücksichtigt werden, dass die Auftragseingänge den Trend aus der Zeit vor Beginn des Irankriegs widerspiegeln", warnte Bauindustrie-Chef Müller. "Die gestiegenen Öl- und Gaspreise, deren Konsequenzen auf die Baumaterialkosten, die leicht gestiegenen Zinsen sowie die Verunsicherung bei den Unternehmen haben sich noch nicht ausgewirkt. Dies kann aber noch kommen."

F.M.Ferrentino--PV

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