Pallade Veneta - Teurer Sprit wegen Iran-Kriegs: US-Billig-Airline Spirit stellt Flugbetrieb ein

Teurer Sprit wegen Iran-Kriegs: US-Billig-Airline Spirit stellt Flugbetrieb ein


Teurer Sprit wegen Iran-Kriegs: US-Billig-Airline Spirit stellt Flugbetrieb ein
Teurer Sprit wegen Iran-Kriegs: US-Billig-Airline Spirit stellt Flugbetrieb ein / Foto: Patrick T. Fallon - AFP

Angesichts der durch den Iran-Krieg deutlich gestiegenen Treibstoffpreise stellt die US-Billigfluggesellschaft Spirit Airlines ihren Betrieb ein. Wie der Mutterkonzern Spirit Aviation Holdings am Samstag mitteilte, wurden alle Spirit-Airlines-Flüge gestrichen. Die Airline habe mit sofortiger Wirkung "eine geordnete Abwicklung ihrer Aktivitäten begonnen". Auf der Website der Fluggesellschaft hieß es, der Kundendienst sei nicht mehr verfügbar, die Rückzahlung bereits bezahlter Tickets sei eingeleitet worden.

Textgröße ändern:

Seit dem Beginn des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran am 28. Februar haben sich die Kerosin-Preise mehr als verdoppelt. Größere US-Fluggesellschaften haben daher bereits ihre Gewinnprognosen gesenkt, ihre Wachstumsvorhaben eingeschränkt oder beides.

Spirit Airlines hatte zuletzt nach Wegen aus seiner zweiten Insolvenz binnen eines Jahres gesucht. Laut Unternehmenschef Dave Davis hatte die Fluggesellschaft eine "Vereinbarung mit unseren Anteilseignern auf einen Restrukturierungsplan" erzielt, der einen Weiterbetrieb ermöglicht hätte. Der "plötzliche und anhaltende Anstieg der Treibstoffpreise in den vergangenen Wochen" habe Spirit Airlines dann aber keine andere Möglichkeit gelassen, als den Betrieb einzustellen.

Für einen Weiterbetrieb wären laut Davis "hunderte Millionen Dollar zusätzlich" nötig gewesen, die die Firma einfach nicht habe. Spirit Airlines hatte 1992 seinen Betrieb aufgenommen und 2024 noch mehr als 11.000 Menschen beschäftigt.

Im April hatte die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa überraschend das sofortige Aus ihrer Tochter Cityline bekanntgegeben. Bis Oktober entfallen demnach insgesamt 20.000 Flüge, was mehr als 40.000 Tonnen Kerosin einspare.

F.Amato--PV

Empfohlen

Ab November "dauerhaft": Deutsche Bahn verlängert für Ferien eingeführtes Familienticket

Das zunächst nur für einen begrenzten Zeitraum im Sommer eingeführte Familienticket der Deutschen Bahn soll ab November dauerhaft angeboten werden. "Wir haben uns entschieden, das Familienticket, das wir zunächst zeitweise für die Sommerferien eingeführt hatten, dauerhaft ins Sortiment aufzunehmen", sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla der "Bild am Sonntag". Eine Hin- und Rückfahrt für Familien kostet in dem Tarif 99,99 Euro inklusive ICE-Reservierung.

Nach Scheitern von Wohnungsgesetz in Spanien: Zehntausende demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum

Nach dem Nein des spanischen Parlaments zu einem Regulierungspaket gegen die Wohnungsnot haben am Samstag erneut zehntausende Menschen im Land für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. In Madrid zogen mehrere Demonstrationszüge durch das Stadtzentrum. Auf einem großen Transparent stand "Auf zum Generalstreik". Nach Behördenangaben beteiligten sich alleine in der Hauptstadt 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000.

Trump lobt Freigabe europäischer Ölreserven - Keine Drohung mit Diesel-Exportstopp mehr

US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung der europäischen G7-Staaten zur Freigabe der Ölreserven gelobt - seine Drohung mit einem Diesel-Exportstopp der USA zog er zurück. "Was Europa gemacht hat, war wirklich eine großartige Sache", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) auf die Frage eines AFP-Journalisten. Ein Exportstopp habe auch nie "wirklich auf dem Tisch gelegen". In Deutschland kritisierten die Grünen die Freigabe als "politische Dummheit".

Grüne kritisieren Freigabe von Ölreserven als "politische Dummheit"

Die Grünen haben die Entscheidung der G7-Staaten zur Freigabe von Öl und Diesel aus ihren nationalen Reserven scharf kritisiert. "Die Freigabe ist ein Fehler, schlimmer noch: eine politische Dummheit", sagte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Die Reserven sind für echte Notfälle da und nicht für einen amerikanischen Präsidenten, dem im Wahlkampf die Felle davonschwimmen."

Textgröße ändern: