Pallade Veneta - Trump kündigt Einsatz in Straße von Hormus an - Iran warnt vor Verletzung der Waffenruhe

Trump kündigt Einsatz in Straße von Hormus an - Iran warnt vor Verletzung der Waffenruhe


Trump kündigt Einsatz in Straße von Hormus an - Iran warnt vor Verletzung der Waffenruhe
Trump kündigt Einsatz in Straße von Hormus an - Iran warnt vor Verletzung der Waffenruhe / Foto: Jim WATSON - AFP

Die Anspannung in der seit Wochen weitgehend blockierten Straße von Hormus wächst: Die US-Marine will nach Angaben von Präsident Donald Trump am Montag damit beginnen, in der Meerenge festsitzende Schiffe heraus zu "geleiten". Um diesen Einsatz unter dem Titel "Projekt Freiheit" hätten "Länder aus aller Welt" gebeten, erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Teheran warnte derweil, dass jegliche Einmischung der USA in der Meerenge als ein Verstoß gegen die Waffenruhe angesehen werden würde.

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"Zum Wohle des Iran, des Nahen Ostens und der Vereinigten Staaten haben wir diesen Ländern zugesichert, ihre Schiffe sicher aus diesen gesperrten Gewässern zu geleiten, damit sie ihren Geschäften ungehindert nachgehen können", schrieb Trump. Die Aktion werde am Montagmorgen Ortszeit beginnen. Sie gelte aber nur für Schiffe von Ländern, die in den Iran-Krieg "nicht verwickelt" sind. Sollte "in irgendeiner Weise" in die Aktion eingegriffen werden, werde "dieser Eingriff leider mit Gewalt beantwortet werden müssen", erklärte Trump.

Das für die Region zuständige US-Zentralkommando Centcom erklärte daraufhin im Onlinedienst X, die US-Streitkräfte würden im Rahmen von "Projekt Freiheit" Lenkwaffenzerstörer, über 100 land- und seegestützte Flugzeuge, unbemannte Multidomain-Plattformen und 15.000 Militärangehörige einsetzen. "Unsere Unterstützung für diese defensive Mission ist für die Sicherheit der Region und die Weltwirtschaft von entscheidender Bedeutung, während wir gleichzeitig die Seeblockade aufrechterhalten", erklärte Centcom-Befehlshaber Admiral Brad Cooper.

Teheran reagierte prompt auf die Ankündigung des US-Präsidenten. "Jede amerikanische Einmischung in die neuen Seeverkehrsregelungen in der Straße von Hormus wird als Verstoß gegen die Waffenruhe angesehen", erklärte der Vorsitzende des iranischen Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit, Ebrahim Asisi, auf X.

Später meldete die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO), ein Tanker sei vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate von "unbekannten Geschossen" getroffen worden. Der Vorfall habe sich rund 145 Kilometer nördlich der emiratischen Stadt Fudschairah ereignet, erklärte UKMTO am Montagmorgen und fügte hinzu, dass alle Besatzungsmitglieder in Sicherheit seien. Sie riet Schiffen, die Region "mit Vorsicht" zu durchqueren.

Trump lobte zugleich die Verhandlungen mit Teheran über eine Beendigung des Iran-Krieges. "Ich weiß ganz genau, dass meine Vertreter sehr positive Gespräche mit dem Land Iran führen und dass diese Gespräche zu etwas sehr Positivem für alle führen könnten", erklärte er auf Truth Social.

Zuvor hatte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, im Staatsfernsehen gesagt, Teheran habe einen 14-Punkte-Plan "mit Schwerpunkt auf der Beendigung des Krieges" vorgelegt und Washington habe darauf in einer Botschaft an pakistanische Vermittler geantwortet. "Wir prüfen dies und werden jede notwendige Maßnahme in dieser Angelegenheit ergreifen", sagte Bakaei.

Seit Inkrafttreten einer Waffenruhe Anfang April kommen die Bemühungen zur Beendigung des Konflikts nicht voran. Gut zwei Monate nach Beginn des Iran-Kriegs wächst damit die Sorge vor einer erneuten Eskalation. Am Samstag hatte Trump erklärt, eine Wiederaufnahme des Kriegs sei eine "Option".

Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Das iranische Militär sperrte zudem die für die Öl- und Flüssiggastransporte wichtige Straße von Hormus weitgehend, der Ölpreis stieg dadurch steil an. Die USA wiederum blockieren iranische Häfen.

N.Tartaglione--PV

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