Pallade Veneta - US-Videospielkette Gamestop will für fast 56 Milliarden Dollar Ebay kaufen

US-Videospielkette Gamestop will für fast 56 Milliarden Dollar Ebay kaufen


US-Videospielkette Gamestop will für fast 56 Milliarden Dollar Ebay kaufen
US-Videospielkette Gamestop will für fast 56 Milliarden Dollar Ebay kaufen / Foto: JUSTIN SULLIVAN - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Die US-Videospielkette Gamestop will für rund 55,5 Milliarden Dollar (47,3 Milliarden Euro) die Online-Plattform Ebay kaufen, um einen "wahren Konkurrenten" zum Online-Handelsriesen Amazon zu schaffen. Gamestop habe bereits seit Anfang Februar Aktien an Ebay gekauft und besitze so aktuell rund fünf Prozent der Anteile, teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Für weitere Ebay-Aktien bietet Gamestop 125 Dollar pro Stück, das wären demnach 46 Prozent mehr als der Durchschnittskurs seit Anfang Februar.

Textgröße ändern:

Gamestop war am Freitag bei Börsenschluss knapp 11,9 Milliarden Dollar an der Börse wert, Ebay 46,2 Milliarden Dollar.

"Ebay sollte mehr wert sein und wird mehr wert sein", sagte Gamestop-Chef Ryan Cohen dem "Wall Street Journal" am Sonntag. "Ich habe vor, Ebay in ein Unternehmen zu verwandeln, das mehrere hundert Milliarden Dollar wert ist." Er habe eine verbindliche Zusage der TD Bank über einen 20-Milliarden-Dollar-Kredit für die Übernahme. Gamestop erklärte zudem, das Unternehmen verfüge über eigene Barmittel in Höhe von rund 9,4 Milliarden Dollar.

Dazu kämen Einsparungen bei Ebay in Höhe von zwei Milliarden Dollar in den zwölf Monaten nach der Übernahme - und dies wiederum werde zu einem Gewinnsprung führen. Gamestop-Chef Cohen sagte dem "Wall Street Journal", sollte das Management von Ebay sich nicht offen für die Übernahme zeigen, werde er sich direkt an die Aktionäre wenden. Die nächste Hauptversammlung ist im Juni geplant. Ebay reagierte zunächst nicht auf die Mitteilung.

Cohen ist seit Januar 2021 Chef von Gamestop. Er persönlich besitze neun Prozent der Anteile an der Videospielkette und bekomme weder Gehalt noch Boni, erklärte das Unternehmen. Auch einen "goldenen Fallschirm", sollte er Gamestop verlassen, gebe es nicht.

G.Riotto--PV

Empfohlen

Auf Trumps Wunsch: US-Börsenaufsicht will keine Quartalsberichte mehr verlangen

Die US-Börsenaufsicht will auf Wunsch von Präsident Donald Trump die Berichtspflichten für Unternehmen lockern. Börsennotierte Konzerne sollen laut einem am Dienstag präsentierten Vorschlag nur noch alle sechs Monate ihre Geschäftszahlen vorlegen müssen und nicht mehr jedes Quartal. Die Öffentlichkeit hat nun 60 Tage Zeit zur Kommentierung.

Italienische Unicredit legt Angebot für Übernahme von Commerzbank vor

Im Ringen um eine Übernahme der Commerzbank hat die italienische Großbank Unicredit offiziell ein freiwilliges Übernahmeangebot für das Frankfurter Geldinstitut vorgelegt. Die Mailänder Bank bietet den Aktionären einen Umtausch von 0,485 Unicredit-Aktien pro Commerzbank-Papier, wie sie am Dienstag bestätigte. Das Angebot besteht demnach für sechs Wochen, bis zum 16. Juni.

Straße von Hormus: USA drohen Iran bei Angriffen mit "vernichtender" Antwort

Das US-Militär hat dem Iran bei weiteren Angriffen in der Straße von Hormus mit einer massiven Antwort gedroht - und zugleich betont, die Waffenruhe bestehe weiterhin. Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte am Dienstag in Washington vor Journalisten, die USA suchten nicht den Konflikt. Wenn der Iran aber US-Streitkräfte oder weitere Handelsschiffe angreife, werde er "mit der überwältigenden und vernichtenden Feuerkraft der USA konfrontiert".

US-Importe steigen im März erneut stärker als Exporte

Das Außenhandelsdefizit der USA ist im März erneut angestiegen. Der Wert der Importe überstieg den der Exporte um 60,3 Milliarden Dollar (rund 51,5 Milliarden Euro), das war ein Zuwachs um 4,4 Prozent im Vergleich zum Februar, wie das US-Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Analysten hatten eine größere Lücke erwartet.

Textgröße ändern: