Pallade Veneta - Grüne dringen statt Entlastungsprämie auf Senkung der Stromsteuer

Grüne dringen statt Entlastungsprämie auf Senkung der Stromsteuer


Grüne dringen statt Entlastungsprämie auf Senkung der Stromsteuer
Grüne dringen statt Entlastungsprämie auf Senkung der Stromsteuer / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Nach dem Scheitern der von der Bundesregierung geplanten Entlastungsprämie im Bundesrat dringen die Grünen als Alternative auf die Absenkung der Stromsteuer für alle. "Die Stromsteuersenkung würde sowohl private Verbraucherinnen und Verbraucher wie auch Unternehmen entlasten", sagte Parteichef Felix Banaszak am Montag in Berlin. Es gebe "keinen Grund, warum man das jetzt nicht umsetzen kann".

Textgröße ändern:

Als weitere Optionen für Entlastungen wegen der hohen Energiepreise nannte Banaszak eine zu versteuernde Einmalzahlung für alle Bürgerinnen und Bürger in Höhe von 100 Euro oder eine Preissenkung beim Deutschlandticket. Von Versuchen, die von der Regierung vorgesehene steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie von 1000 Euro doch noch durchzusetzen, die Arbeitgeber für ihre Beschäftigten zahlen sollten, riet Banaszak ab.

"Die Entlastungsprämie ist gescheitert", sagte er. Der Grünen-Parteichef betonte, diese sei auch nie sein Vorschlag gewesen. Ihr Scheitern liege aber auch am Ungeschick der Verantwortlichen in Union und SPD. Diese hätten vorab offensichtlich nicht einmal mit denen geredet, die die Prämie umsetzen und bezahlen sollten, konkret Länder und Arbeitgeber.

Mit Blick auf die aktuelle Energiekrise warf Banaszak der Regierung zudem vor, sie gebe "die falschen Antworten zur falschen Zeit". Statt wie die EU-Kommission oder auch andere europäische Länder auf mehr und schnellere Elektrifizierung zu setzen, arbeite Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) "für neue Gas- und Ölheizungen sowie Verbrenner-Autos".

Auch Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge forderte, dass die Senkung der Stromsteuer nun "endlich kommen" müsse. "Das würde Familien aber auch dem Mittelstand helfen und wäre gleichzeitig ein kluger Anreiz, auf klimafreundliche Technologien umzusteigen", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagsausgaben).

Statt der Entlastungsprämie verlangte Dröge eine "vernünftige Krisenpolitik, die Menschen und Unternehmen gezielt und gerecht entlastet". Bei der geplanten Steuerreform sollten der Grundfreibetrag um 500 Euro erhöht und der Arbeitnehmerpauschbetrag auf 1500 Euro angehoben werden. Gleichzeitig müssten "sehr hohe Einkommen stärker zur Finanzierung des Gemeinwesens beitragen".

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Ab November "dauerhaft": Deutsche Bahn verlängert für Ferien eingeführtes Familienticket

Das zunächst nur für einen begrenzten Zeitraum im Sommer eingeführte Familienticket der Deutschen Bahn soll ab November dauerhaft angeboten werden. "Wir haben uns entschieden, das Familienticket, das wir zunächst zeitweise für die Sommerferien eingeführt hatten, dauerhaft ins Sortiment aufzunehmen", sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla der "Bild am Sonntag". Eine Hin- und Rückfahrt für Familien kostet in dem Tarif 99,99 Euro inklusive ICE-Reservierung.

Nach Scheitern von Wohnungsgesetz in Spanien: Zehntausende demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum

Nach dem Nein des spanischen Parlaments zu einem Regulierungspaket gegen die Wohnungsnot haben am Samstag erneut zehntausende Menschen im Land für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. In Madrid zogen mehrere Demonstrationszüge durch das Stadtzentrum. Auf einem großen Transparent stand "Auf zum Generalstreik". Nach Behördenangaben beteiligten sich alleine in der Hauptstadt 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000.

Trump lobt Freigabe europäischer Ölreserven - Keine Drohung mit Diesel-Exportstopp mehr

US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung der europäischen G7-Staaten zur Freigabe der Ölreserven gelobt - seine Drohung mit einem Diesel-Exportstopp der USA zog er zurück. "Was Europa gemacht hat, war wirklich eine großartige Sache", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) auf die Frage eines AFP-Journalisten. Ein Exportstopp habe auch nie "wirklich auf dem Tisch gelegen". In Deutschland kritisierten die Grünen die Freigabe als "politische Dummheit".

Grüne kritisieren Freigabe von Ölreserven als "politische Dummheit"

Die Grünen haben die Entscheidung der G7-Staaten zur Freigabe von Öl und Diesel aus ihren nationalen Reserven scharf kritisiert. "Die Freigabe ist ein Fehler, schlimmer noch: eine politische Dummheit", sagte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Die Reserven sind für echte Notfälle da und nicht für einen amerikanischen Präsidenten, dem im Wahlkampf die Felle davonschwimmen."

Textgröße ändern: