Pallade Veneta - Finanzministerium: KI-Cyberattacken könnten sich auf Finanzstabilität auswirken

Finanzministerium: KI-Cyberattacken könnten sich auf Finanzstabilität auswirken


Finanzministerium: KI-Cyberattacken könnten sich auf Finanzstabilität auswirken
Finanzministerium: KI-Cyberattacken könnten sich auf Finanzstabilität auswirken / Foto: SEBASTIEN BOZON - AFP

Das Bundesfinanzministerium ist besorgt wegen möglicher Auswirkungen von Cyberangriffen mit Hilfe von KI-Systemen auf das globale Finanzsystem. "Die Entwicklung von Modellen wie Claude Mythos bedeutet eine Verschärfung der Cyber-Bedrohungslage, die sich auch auf die Finanzstabilität auswirken kann", sagte eine Ministeriumssprecherin am Montag dem "Handelsblatt". Das Ministerium nehme die Lage "sehr ernst".

Textgröße ändern:

Mythos ist ein KI-Modell des US-Unternehmens Anthropic, das darauf spezialisiert ist, Sicherheitslücken in Cybersicherheitssysteme zu identifizieren. Anthropic hat Mythos bislang nicht veröffentlicht, die US-Behörden sowie eine Handvoll von Konzernen haben testweise Zugriff. Offenbar ist das Modell so gut, dass etwa auch der Internationale Währungsfonds (IWF) darin eine mögliche Bedrohung für das globale Finanzsystem sieht.

Die Entwicklung von Tools wie Mythos "verdeutlicht, inwieweit die sich rasch entwickelnden Cyberrisiken im Zusammenhang mit KI das Finanzsystem destabilisieren könnten, wenn sie nicht sorgfältig gehandhabt werden", erklärte die Finanzabteilung des IWF in der vergangenen Woche. "Die durch einen groß angelegten Cybervorfall verursachten Verluste könnten zu Finanzierungsschwierigkeiten und Bedenken hinsichtlich der Zahlungsfähigkeit führen und die Märkte insgesamt destabilisieren."

Das Bundesfinanzministerium rechnet damit, "dass in absehbarer Zeit noch weitere Modelle mit ähnlichen Fähigkeiten auf den Markt kommen werden", sagte die Ministeriumssprecherin dem "Handelsblatt". Unternehmen, Behörden und die Gesellschaft insgesamt müssten sich auf eine "stetig wachsende Flut an Sicherheitslücken, Exploits und notwendigen Patches" einstellen, erklärte auch die Chefin des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Claudia Plattner.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Ab November "dauerhaft": Deutsche Bahn verlängert für Ferien eingeführtes Familienticket

Das zunächst nur für einen begrenzten Zeitraum im Sommer eingeführte Familienticket der Deutschen Bahn soll ab November dauerhaft angeboten werden. "Wir haben uns entschieden, das Familienticket, das wir zunächst zeitweise für die Sommerferien eingeführt hatten, dauerhaft ins Sortiment aufzunehmen", sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla der "Bild am Sonntag". Eine Hin- und Rückfahrt für Familien kostet in dem Tarif 99,99 Euro inklusive ICE-Reservierung.

Nach Scheitern von Wohnungsgesetz in Spanien: Zehntausende demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum

Nach dem Nein des spanischen Parlaments zu einem Regulierungspaket gegen die Wohnungsnot haben am Samstag erneut zehntausende Menschen im Land für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. In Madrid zogen mehrere Demonstrationszüge durch das Stadtzentrum. Auf einem großen Transparent stand "Auf zum Generalstreik". Nach Behördenangaben beteiligten sich alleine in der Hauptstadt 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000.

Trump lobt Freigabe europäischer Ölreserven - Keine Drohung mit Diesel-Exportstopp mehr

US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung der europäischen G7-Staaten zur Freigabe der Ölreserven gelobt - seine Drohung mit einem Diesel-Exportstopp der USA zog er zurück. "Was Europa gemacht hat, war wirklich eine großartige Sache", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) auf die Frage eines AFP-Journalisten. Ein Exportstopp habe auch nie "wirklich auf dem Tisch gelegen". In Deutschland kritisierten die Grünen die Freigabe als "politische Dummheit".

Grüne kritisieren Freigabe von Ölreserven als "politische Dummheit"

Die Grünen haben die Entscheidung der G7-Staaten zur Freigabe von Öl und Diesel aus ihren nationalen Reserven scharf kritisiert. "Die Freigabe ist ein Fehler, schlimmer noch: eine politische Dummheit", sagte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Die Reserven sind für echte Notfälle da und nicht für einen amerikanischen Präsidenten, dem im Wahlkampf die Felle davonschwimmen."

Textgröße ändern: