Pallade Veneta - "Mogelpackung": Verbraucherschützer gewinnen gegen Milka-Hersteller

"Mogelpackung": Verbraucherschützer gewinnen gegen Milka-Hersteller


"Mogelpackung": Verbraucherschützer gewinnen gegen Milka-Hersteller
"Mogelpackung": Verbraucherschützer gewinnen gegen Milka-Hersteller / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Im Verfahren zur versteckten Preiserhöhung bei der Milka-Schokolade hat die Verbraucherzentrale Hamburg ihre Klage gegen den Hersteller Mondelez gewonnen. Das Landgericht Bremen entschied, die Füllmengenreduzierung von 100 auf 90 Gramm sei eine "relative Mogelpackung und somit eine Irreführung des Verbrauchers", wie es am Mittwoch mitteilte. Um diese Irreführung auszuräumen, "hätte es eines Hinweises auf der Verpackung bedurft".

Textgröße ändern:

Mondelez machte die Tafel Milka Alpenmilch zu Beginn des Jahres 2025 dünner und gleichzeitig teurer, der Preis stieg von 1,49 auf 1,99 Euro. Die Verbraucherzentrale Hamburg reichte Klage wegen Irreführung ein.

Die Milka Schokolade war von Verbraucherinnen und Verbrauchern Anfang dieses Jahres mit überwältigender Mehrheit zur "Mogelpackung" des Jahres 2025 gewählt worden. In den vorangegangenen Monaten waren bereits hunderte Beschwerden zu der versteckten Preiserhöhung bei der Verbraucherzentrale Hamburg eingegangen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; Mondelez kann binnen eines Monats Berufung einlegen. Das Unternehmen teilte am Mittwoch mit, es werde sich die Urteilsbegründung des Gerichts im Detail anschauen. "Unabhängig davon werden wir weiter daran arbeiten, unsere Kommunikation klar zu gestalten."

Die Gewichtsreduzierung der Milka-Schokolade verteidigte Mondelez: "Wir machen bei Zutaten und Herstellung unserer Produkte keine Kompromisse. Als Konsequenz daraus haben wir letztes Jahr entschieden, das Gewicht einiger unserer Milka Tafeln anzupassen."

Die Verbraucherzentrale Hamburg erklärte am Mittwoch, sie freue sich über das Urteil: "Es stärkt die Rechte von Verbraucherinnen und Verbrauchern bei versteckten Preiserhöhungen." Aus Sicht der Verbraucherschützer habe das Urteil "Signalwirkung", erklärte Armin Valet von der Verbraucherzentrale: "Jetzt ist der Gesetzgeber gefordert, endlich weitere verbindliche Regelungen gegen Mogelpackungen zu schaffen."

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Opec+ erhöht abermals die Ölförderquote

Die sieben wichtigsten Mitgliedstaaten der Opec+ wollen ihre Ölförderquote abermals anheben. Saudi-Arabien, Russland und fünf weitere Länder beschlossen am Sonntag angesichts positiver Signale für die Schifffahrt in der Straße von Hormus, ab August "die Produktion um 188.000 Barrel pro Tag anzupassen", teilte die Organisation erdölexportierender Länder und ihrer Partner (Opec+) mit. Schon vor einem Monat war die Förderquote um die gleiche Menge für den Juli angehoben worden.

Hunderttausende Menschen zu CSD-Demonstration in Köln erwartet

Zur Demonstration zum Christopher Street Day (CSD) werden am Sonntag (11.30 Uhr) in Köln wieder hunderttausende Besucher erwartet. Die Veranstalter rechnen nach eigenen Angaben mit rund 65.000 Teilnehmern am Demonstrationszug, in dem rund hundert Wagen mitfahren. Die Demonstration steht unter dem Motto "Für Queerrechte - Viele. Gemeinsam. Stark!". Begleitet wird die Demonstration von einem mehrtägigen Straßenfest in der Kölner Innenstadt.

Autozulieferer Continental verkauft Industriegeschäft an Investmentgesellschaft

Der Autozulieferer Continental will seine Sparte Contitech an eine Tochter der Investmentgesellschaft Lone Star Funds verkaufen. Der mit der Käuferin vereinbarte Wert der Sparte mit dem Industriegeschäft und Kunststoffprodukten betrage "4,0 Milliarden Euro zuzüglich möglicher erfolgsabhängiger Komponenten von bis zu 250 Millionen Euro in den Folgejahren", erklärte Continental am Samstag. Das Unternehmen werde damit "zum ersten Mal in seiner Unternehmensgeschichte ein reiner Reifenhersteller sein".

So viele Anträge wie nie bei der Schlichtungsstelle Reise & Verkehr

Bei der Schlichtungsstelle Reise & Verkehr sind im ersten Halbjahr so viele Beschwerden über Verspätungen und Ausfälle von Flug- und Bahnreisen eingegangen wie noch nie: In den sechs Monaten bis Ende Juni erreichten rund 29.000 Schlichtungsanträge die Stelle - das sei ein bisheriger Höchststand, teilte sie am Samstag mit. Vier von fünf Anträge auf Schlichtung betreffen Flüge.

Textgröße ändern: