Pallade Veneta - DGB-Chefin Fahimi stellt sich gegen zentrale Empfehlungen der Rentenkommission

DGB-Chefin Fahimi stellt sich gegen zentrale Empfehlungen der Rentenkommission


DGB-Chefin Fahimi stellt sich gegen zentrale Empfehlungen der Rentenkommission
DGB-Chefin Fahimi stellt sich gegen zentrale Empfehlungen der Rentenkommission / Foto: JOHN MACDOUGALL - AFP/Archiv

Kurz vor der Übergabe der Expertenvorschläge zur Rentenreform an die Regierung hat sich DGB-Chefin Yasmin Fahimi gegen zentrale Empfehlungen der Kommission gestellt. Im Podcast "Ronzheimer" kritisierte sie am Dienstag die Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 und die Erhöhung des Renteneintrittsalters. Zu sagen, dass die Menschen länger arbeiten müssten, weil die Rente sonst nicht finanzierbar sei, bezeichnete Fahimi als "eine Legende, um den Leuten Angst zu machen".

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Über die von der Rentenkommission empfohlene Abschaffung eines abschlagsfreien Renteneintritts für besonders langjährig Versicherte sagte die Chefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes: "Das halte ich für einen Fehler. Weil es nicht gerecht ist." Bereits heute sei es so, "dass diejenigen, die das in Anspruch nehmen, nicht nur 45, sondern im Durchschnitt 47 Jahre Beiträge gezahlt haben".

Über eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung sagte Fahimi, sie finde die "Diskussion um das Renteneintrittsalter nicht sachdienlich". Je höher das Renteneintrittsalter werde, "desto größer wird die Gruppe werden, die es nicht schafft". Es müsse vielmehr nach Wegen gesucht werden, "wie wir die Leute eben überhaupt gesund oder jedenfalls einigermaßen arbeitsfähig in die Rente bringen".

Die Expertenkommission zur Rentenreform übergibt am Dienstag im Kanzleramt ihre Empfehlungen an die Bundesregierung und will diese dann öffentlich vorstellen. Wegen des zunehmenden Anteils älterer Menschen in Deutschland wird die Finanzierung des gesetzlichen Rentensystems immer schwieriger.

Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission hat deshalb 33 Empfehlungen für eine tiefgreifende Reform erarbeitet. Das Rentenalter soll dabei in den kommenden Jahrzehnten langsam steigen, die abschlagsfreie Frühverrentung nach 45 Beitragsjahren abgeschafft und zudem eine verpflichtende Kapitalrente eingeführt werden. Die schwarz-rote Koalition muss nach der Vorstellung des Berichts entscheiden, ob sie die Empfehlungen umsetzt.

T.Galgano--PV

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