Pallade Veneta - Brasilien will US-Zöllen trotzen: "Werden uns andere Abnehmer suchen"

Brasilien will US-Zöllen trotzen: "Werden uns andere Abnehmer suchen"


Brasilien will US-Zöllen trotzen: "Werden uns andere Abnehmer suchen"
Brasilien will US-Zöllen trotzen: "Werden uns andere Abnehmer suchen" / Foto: Evaristo Sa - AFP

Brasilien will den neuen Zollaufschlägen von US-Präsident Donald Trump trotzen. "Wir werden nicht herumsitzen und darüber jammern, dass wir ihnen keine Produkte verkauft haben, denn wir werden uns andere Abnehmern suchen", sagte Präsident Inácio Lula da Silva am Mittwoch. Für von den US-Zöllen betroffene Unternehmen kündigte der linksgerichtete Staatschef finanzielle Unterstützung an.

Textgröße ändern:

Die USA hatten am Mittwoch begonnen, 25 Prozent Zusatzzoll auf brasilianische Produkte zu erheben. Es gibt zwar eine Reihe von Ausnahmen, darunter Rindfleisch, Kaffee, Flugzeugteile und mehrere Produkte, die nicht in den USA hergestellt werden. Dennoch treffen die Aufschläge zahlreiche Sektoren wie den Maschinenbau oder die Holz- und Kunststoffindustrie empfindlich.

Als Begründung für die Zölle verweist Washington auf angeblich unfaire Handelspraktiken Brasiliens, die Zölle gelten jedoch auch als politisches Druckmittel gegen den linksgerichteten Präsidenten des Landes. Dieser weist die Vorwürfe zurück. Am Mittwochabend kündigte Lula ein Kreditprogramm im Umfang von 3,7 Milliarden Dollar für Unternehmen an, um sich nach anderen Absatzmärkten umzusehen.

Als Trump die Zölle angekündigt hatte, hatte der brasilianische Staatschef noch mit einer harten Gegenreaktion gedroht. Darauf verzichtete Brasilia nun jedoch, Gegenzölle sind derzeit nicht geplant. "Wir werden nicht vom Verhandlungstisch weggehen", sagte Lula. Doch es seien die USA, die nicht verhandeln wollten.

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Gegenstand absichtlich in Gleisbett gelegt: Zugverkehr in Treuchtlingen eingestellt

Ein absichtlich im Gleisbett abgelegter Gegenstand hat im bayerischen Treuchtlingen wegen Sprengstoffverdachts für stundenlange Einschränkungen im Bahnverkehr gesorgt. Obwohl der Sprengstoffverdacht nach Untersuchungen entkräftet werden konnte, blieb der Bahnverkehr gesperrt, teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken mit. Grund für die fortdauernde Sperrung sei, dass es sich wohl um eine vorsätzliche Tat handle. Die Kriminalpolizei sichere Spuren.

Prognose: Millioneneinbußen für Getreidebauern wegen Hitze

Die anhaltende Hitze in diesem Sommer beeinträchtigt die Getreideernte in Deutschland. "Nach Berechnungen des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV) gingen seit Mitte Juni rund drei Millionen Tonnen Getreide und Raps aufgrund der Hitze verloren", erklärte der Genossenschaftsverband am Donnerstag. "Die daraus resultierenden Einnahmeverluste belaufen sich auf mehr als 600 Millionen Euro."

Britisches Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal etwas verlangsamt

Das britische Wirtschaftswachstum ist im zweiten Quartal etwas geringer ausgefallen als zu Jahresbeginn. Die Wirtschaftsleistung legte um 0,4 Prozent zu, nach 0,6 Prozent im ersten Quartal, wie das Nationale Statistikamt (ONS) am Donnerstag mitteilte. "Das Wachstum hat sich verlangsamt (...), blieb aber relativ robust", erklärte ONS-Statistikerin Liz McKeown. Demnach war "der Dienstleistungssektor erneut der wichtigste Motor" der Wirtschaft.

Schlüsselfertige Immobilie gesucht: Bundesbank beginnt Vergabeverfahren für Zentrale

Nach der Aufgabe ihrer teuren Umbaupläne hat die Bundesbank ein europaweites Vergabeverfahren für den Kauf eines neuen Standorts in Frankfurt gestartet. Ziel sei der "Erwerb einer schlüsselfertigen Immobilie - als Neubau oder kernsanierte Bestandsimmobilie - einschließlich eines Grundstücks im Stadtgebiet Frankfurt", erklärte die Notenbank am Donnerstag. Die neue Zentrale soll demnach etwa 2500 Arbeitplätze sowie rund 15.000 Quadratmeter Nutzfläche für "Sonder- und Funktionsbereiche" bieten.

Textgröße ändern: