Pallade Veneta - Iran-Krieg: Trump droht Huthis im Jemen mit "Bestrafung" nach Tankerangriff

Iran-Krieg: Trump droht Huthis im Jemen mit "Bestrafung" nach Tankerangriff


Iran-Krieg: Trump droht Huthis im Jemen mit "Bestrafung" nach Tankerangriff
Iran-Krieg: Trump droht Huthis im Jemen mit "Bestrafung" nach Tankerangriff / Foto: Mohammed HUWAIS - AFP

Im Iran-Krieg zeichnet sich eine Ausweitung auf den Jemen ab: US-Präsident Donald Trump drohte der mit Teheran verbündeten Huthi-Miliz am Donnerstag mit einer "bedeutenden militärischen Bestrafung", nachdem die Miliz nach eigenen Angaben zwei saudiarabische Öltanker im Roten Meer attackiert hatte. Die iranische Armee führte nach weiteren US-Angriffen auf die Islamische Republik erneut Vergeltungsattacken auf US-Ziele in der Region aus. Der Ölpreis erreichte erneut die 100-Dollar-Marke.

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Trump schrieb auf seiner Onlineplattform Truth Social, er sei "sehr enttäuscht" über die Huthi-Miliz. Sollte sie erneut Öltanker angreifen, würden sie und auch der Iran militärisch bestraft.

Die Huthi-Miliz hatte zuvor "eine gezielte militärische Operation" gegen zwei saudiarabische Öltanker bekannt gegeben, welche eine am Montag verkündete Seeblockade gegen saudiarabische Häfen verletzt hätten. Die Schiffe "Encelia" und "Layla" seien mit Raketen und Drohnen attackiert worden.

Die staatliche saudiarabische Nachrichtenagentur SPA meldete, dass die "Encelia" während der Fahrt im Roten Meer angegriffen worden sei, "was zu einem Brand am Bug des Schiffes führte". Auch die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) berichtete, dass auf einem Öltanker im Roten Meer ein Brand ausgelöst worden sei.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sprach von einer "gefährlichen Eskalation". Der Angriff sei "nicht hinnehmbar" und "illegal". US-Außenminister Marco Rubio sagte, die Huthis hätten sich von Teheran zu ihren Angriffen im Roten Meer verleiten lassen. Sie seien den Iranern "auf den Leim gegangen", sagte Rubio am Rande des Asean-Außenministertreffens in der philippinischen Hauptstadt Manila. "Ich hoffe, dass sie deeskalieren werden."

Die Länder der Vereinigung Südostasiatischer Staaten forderten zum Abschluss des Außenministertreffens in Manila die "Freiheit der Schifffahrt in und des Überflugs von Meerengen". Die Mitgliedstaaten leiden teils unter Kraftstoffmangel.

Mit der von der Huthi-Miliz verkündeten Seeblockade gegen saudiarabische Häfen droht sich die Meerenge von Bab-al-Mandab im Roten Meer nach der vom Iran blockierten Straße von Hormus zu einem weiteren Krisenpunkt für Frachtschiffe zu entwickeln - und einer neuen Front im Iran-Krieg. Der Ölexport Saudi-Arabiens - des größten Rohölexporteurs der Welt - ist bereits durch die Blockade der Straße von Hormus durch Teheran stark eingeschränkt.

Allerdings ermöglichte es der saudiarabische Hafen Janbu am Roten Meer dem Land bisher, Öl zu exportieren, ohne die Straße von Hormus passieren zu müssen. Dies wäre bei einer Seeblockade durch die Huthi-Miliz nicht mehr möglich.

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten zudem, drei Öltanker seien an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus gehindert worden. Die Sperrung der Meerenge durch Teheran bei Kriegsbeginn im Februar hatte die Ölpreise weltweit explodieren lassen. Nach einer zwischenzeitlichen Entspannung dank einer Annäherung zwischen Washington und Teheran zogen sie zuletzt wieder deutlich an. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent erreichte am Donnerstag erneut die symbolisch wichtige Marke von 100 Dollar (rund 88 Euro).

Die US-Armee startete in der Nacht zum Donnerstag neue Angriffe. Ziel sei militärische Infrastruktur, erklärte das zuständige Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X. Es war die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA Ziele im Iran attackierten. Iranische Staatsmedien berichteten von Angriffen in den Städten Ramschir und Ahwas. Die Behörden der Provinz Buschehr meldeten ebenfalls einen Angriff.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi verruteilte das "irrationale, überzogene und herrische" Vorgehen der USA. Auf dieses habe der Iran mit "starken Reaktionen" geantwortet, sagte der Außenminister im Staatsfernsehen. Ein Sprecher der iranischen Armee sagte laut dem Staatsfernsehen, die Vergeltungsangriffe würden "so lange weitergehen, wie die Angriffe der USA auf die Infrastruktur und die Küstengebiete des Landes weitergehen".

Die jordanische Armee erklärte, sie habe drei iranische Raketen und sechs Drohnen abgeschossen. Die iranischen Revolutionsgarden gaben laut dem iranischen Staatsfernsehen an, US-Militärausrüstung in Jordanien zerstört zu haben.

Die kuwaitische Armee wehrte nach eigenen Angaben "feindliche Drohnengefahren" ab. Laut einem Sprecher des Verteidigungsministeriums führte ein Drohnenangriff zu Sachschäden am Grenzposten Al-Abdali. Die Revolutionsgarden reklamierten Attacken auf den in dem Golfstaat gelegenen US-Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salem, das Wüstenlager Udairi und eine Telekommunikationseinrichtung für sich, wie das Staatsfernsehen berichtete.

Auch die iranische Armee gab einen Angriff auf den Stützpunkt Ali al-Salem bekannt, zudem eine Attacke auf die ebenfalls in Kuwait gelegenen Militärstützpunkte Doha und Arifdschan, wie es laut Staatsfernsehen in einer weiteren Erklärung hieß. In Bahrain wurde nach Angaben des Innenministeriums Luftalarm ausgelöst.

R.Zaccone--PV

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