Pallade Veneta - Geschäftsklima im Juli weiter verbessert - Analysten: Enwicklung unsicher

Geschäftsklima im Juli weiter verbessert - Analysten: Enwicklung unsicher


Geschäftsklima im Juli weiter verbessert - Analysten: Enwicklung unsicher
Geschäftsklima im Juli weiter verbessert - Analysten: Enwicklung unsicher / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland hat sich im Juli den dritten Monat in Folge verbessert - Experten halten die Datenlage allerdings bereits wieder für überholt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex legte von 85,7 Punkten im Juni auf 86,6 Punkte zu, wie das Münchener Institut am Montag mitteilte. Die sehr volatile Situation im Iran-Krieg lässt jedoch Zweifel an dem Optimismus aufkommen.

Textgröße ändern:

Laut Ifo verbesserten sich die Erwartungen der befragten Unternehmen für die kommenden Monate spürbar, während sie mit den laufenden Geschäften unter dem Strich etwas weniger zufrieden waren. Der Geschäftsklimaindex basiert auf der Befragung von rund 9000 Unternehmen verschiedener Sektoren.

Philipp Scheuermeyer von der Förderbank KfW merkt an, dass die Fragebögen teilweise schon abgeschickt worden waren, "als das Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA noch in Kraft war und der Energiepreisschock überstanden erschien". Vor rund zwei Wochen hatten die USA wieder mit Angriffen auf den Iran begonnen, unter anderem die Ölpreise stiegen daraufhin erheblich.

Darauf verweist auch ING-Analyst Carsten Brzeski. Der Ifo-Index spiegele vermutlich "die anfängliche Erleichterung nach der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding zwischen den USA und dem Iran" wider, nicht jedoch den jüngsten Anstieg der Energiepreise, erklärte er. "In diesem äußerst volatilen geopolitischen Umfeld sind selbst Frühindikatoren mittlerweile veraltet."

Nach Angaben des Ifo stiegen die Erwartungen der Unternehmen im Verarbeiteten Gewerbe deutlich. Die Urteile der Unternehmer zur aktuellen Lage verschlechterten sich hingegen leicht. Im Detail meldeten die Unternehmen demnach eine belebte Nachfrage und weniger Probleme mit Materialmangel.

Ähnlich sah es im Dienstleistungssektor aus: "Die Dienstleister waren weniger skeptisch mit Blick auf die kommenden Monate", erklärte das Ifo. "Die aktuelle Geschäftslage beurteilten sie jedoch etwas schlechter." Im Handel waren die Unternehmen auch mit den laufenden Geschäften zufriedener. "Insbesondere die Einzelhändler hatten etwas weniger Sorge."

Auch im Bauhauptgewerbe verbesserten sich beide Teilindikatoren des Geschäftsklimaindexes: Sowohl die Bewertung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen verbesserten sich. "Es klagten weniger Unternehmen über fehlende Aufträge", erklärten die Forscher.

"Für den weiteren Konjunkturverlauf in der positiv gestarteten zweiten Jahreshälfte kommt es insbesondere auf die Entwicklung im Nahen Osten an", erklärte Scheuermeyer von der KfW. "Der Wachstumskurs kann mit moderat erhöhten Energiepreisen weitergehen. Wenn die Energieausfuhr aus der Golfregion aber zu lange stockt, wird der Energiepreisschock doch noch schlagend werden."

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an

Argentinien will ab Ende des Jahres Ausländern, die mindestens 350.000 Dollar (rund 311.000 Euro) in dem Land investieren, die argentinische Staatsbürgerschaft anbieten. Das Programm zum Erwerb der Staatsbürgerschaft im Gegenzug für eine "Investition" sieht "zwei einfache und transparente Mechanismen" vor, wie die Regierung des ultrarechten Präsidenten Javier Milei am Samstag mitteilte.

Medien: Trump will Geheimdienstchef Clayton zum KI-Berater ernennen

US-Präsident Donald Trump will Geheimdienstdirektor Jay Clayton offenbar zu seinem neuen Beauftragten für Künstliche Intelligenz (KI) ernennen. Die Sender CNN, CBS News und andere Medien berichteten am Freitag, Trump werde den 60-Jährigen voraussichtlich in Kürze nominieren.

Studie offenbart Gewinne des niederländischen Königshauses durch Kolonialismus

Der niederländische König Willem-Alexander hat sich am Freitag zutiefst beeindruckt von den Ergebnissen einer Studie über die Profite des Königshauses aus Kolonialismus und Sklaverei gezeigt. Die vom König 2022 in Auftrag gegebene Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass das Königshaus den Kolonialismus über Jahrhunderte als rechtmäßige Quelle der Bereicherung für das Land betrachtete.

Macron: G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl frei

Die G7-Länder haben sich auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl geeinigt. Dies solle in den kommenden vier Monaten geschehen, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron anlässlich einer Videokonferenz der G7-Vertreter zur Energiekrise am Freitag. US-Präsident Donald Trump hatte die europäischen Partner zur Freigabe von Reserven gedrängt, um die Verbraucherpreise zu senken.

Textgröße ändern: