Pallade Veneta - IWF-Chefin lobt bei Besuch in Argentinien Mileis Reformkurs

IWF-Chefin lobt bei Besuch in Argentinien Mileis Reformkurs


IWF-Chefin lobt bei Besuch in Argentinien Mileis Reformkurs
IWF-Chefin lobt bei Besuch in Argentinien Mileis Reformkurs / Foto: Luis ROBAYO - AFP

IWF-Chefin Kristalina Georgieva hat die wirtschaftliche Entwicklung Argentiniens unter Präsident Javier Milei gelobt. Seit dessen Amtsantritt im Jahr 2023 sei die Lage "nach allen Kennzahlen deutlich solider", sagte die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds am Montag bei einem Besuch in Buenos Aires.

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Die stärkere Position Argentiniens sei das Ergebnis der "harten Arbeit der Regierung" und der "Opfer des argentinischen Volkes", sagte Georgieva bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Wirtschaftsminister Luis Caputo. Sie verwies auf die gesunkene Inflation, den Haushaltsüberschuss und eine bessere Kreditwürdigkeit des Landes.

Milei hatte nach seinem Amtsantritt massive Kürzungen bei den Staatsausgaben und Subventionen durchgesetzt. Sein Sparkurs brachte Argentinien erstmals seit 14 Jahren einen Haushaltsüberschuss und ließ die Inflation deutlich sinken, löste aber auch wiederholt Proteste aus.

Georgieva sprach von "erheblichen Fortschritten bei der makroökonomischen und finanziellen Stabilität". Davon profitierten unter anderem die Öl- und Gasindustrie, der Bergbau und die Landwirtschaft. Argentinien müsse jedoch mehr reguläre Arbeitsplätze schaffen und den Konsum stärken.

Die wirtschaftliche Lage in Argentinien bleibt von widersprüchlichen Entwicklungen geprägt. Die Inflation ging zwar auf zuletzt 33,5 Prozent im Jahresvergleich zurück. Die Wirtschaft wuchs jedoch im Jahresvergleich nur um 0,2 Prozent, während der IWF für 2026 ein Plus von 3,5 Prozent erwartet.

Der private Konsum ist schwach, zugleich verdreifachte sich der Anteil notleidender Kredite privater Haushalte binnen eines Jahres auf 12,8 Prozent - den höchsten Stand seit 20 Jahren.

Argentinien hatte 2025 mit dem IWF ein vierjähriges Kreditprogramm über 20 Milliarden Dollar vereinbart. Im Mai gab der Fonds eine weitere Tranche von einer Milliarde Dollar frei. Das südamerikanische Land ist der größte Schuldner des IWF.

Wirtschaftsminister Caputo bezeichnete das Verhältnis zum Fonds als "ausgezeichnet". Georgieva habe Präsident Milei bei einem Treffen "sehr überschwänglich" zu den Fortschritten gratuliert. Am Dienstag will die IWF-Chefin das große Öl- und Gasfördergebiet Vaca Muerta besuchen, das für Argentiniens Energieversorgung und Exporte von zentraler Bedeutung ist.

Vor dem Wirtschaftsministerium in Buenos Aires protestierten derweil dutzende Menschen gegen den Besuch.

R.Lagomarsino--PV

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