Pallade Veneta - Staatliche Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland steigt auf mehr als 31.000 Euro

Staatliche Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland steigt auf mehr als 31.000 Euro


Staatliche Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland steigt auf mehr als 31.000 Euro
Staatliche Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland steigt auf mehr als 31.000 Euro / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Die staatliche Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf mehr als 31.000 Euro gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden unter Verweis auf endgültige Zahlen mitteilte, erhöhte sich der Schuldenstand des deutschen Staates bis Ende 2025 um sechs Prozent oder 151,4 Milliarden Euro auf rund 2,66 Billionen Euro. Dies ergab rechnerisch eine Verschuldung pro Kopf von 31.887 Euro.

Textgröße ändern:

Zum Vorjahr erhöhte sich die Pro-Kopf-Verschuldung damit um 1821 Euro. Die Summe umfasst die Kredite von Bund, Ländern, Kommunen, Kommunalverbänden und Sozialversicherungen am privaten Kapitalmarkt.

Mit rund 1,840 Billionen Euro entfiel ein Großteil der Staatsverschuldung auf den Bund, bei ihm gab es im Vorjahresvergleich einen Anstieg um 6,2 Prozent oder 107,7 Milliarden Euro. Bei den Bundesländern erhöhte sich der Schuldenstand 2025 um 2,9 Prozent oder 17,5 Milliarden Euro auf 624,9 Milliarden Euro.

Die Verschuldung von Gemeinden sowie Gemeindeverbänden legte um 15,4 Prozent oder 26,2 Milliarden Euro auf 197 Milliarden Euro zu. Die Sozialversicherung war 2025 mit 0,16 Euro pro Kopf verschuldet - im Jahr davor waren es 0,19 Euro. Die Gesamtschulden der Sozialversicherung reduzierten sich um 2,5 Millionen Euro auf 13 Millionen Euro.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Industrie begrüßt umstrittene Energiegesetze von Wirtschaftsministerin Reiche

Die deutsche Industrie hat die umstrittenen Energiegesetze von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) begrüßt. "Mit der EEG-Novelle und dem Netzpaket setzt die Bundesregierung wichtige und lange überfällige Impulse für ein effizientes und wettbewerbsfähiges Energiesystem", erklärte Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), am Mittwoch. Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und das sogenannte Netzpaket sollten später im Bundeskabinett verabschiedet werden.

Russland schreibt Telegram-Chef Durow zur internationalen Fahndung aus

Russland hat den in Frankreich lebenden Chef des Onlinedienstes Telegram, Pawel Durow, zur internationalen Fahndung ausgeschrieben. Dem Gründer des Messengerdienstes werde "Beihilfe zum Terrorismus" vorgeworfen, zitierten russische Nachrichtenagenturen am Mittwoch den russischen Geheimdienst FSB. Hintergrund seien Ermittlungen zur Ausbildung junger Russen für Sabotageaktivitäten durch den ukrainischen Geheimdienst.

Verband kritisiert Unterfinanzierung von Essen in Pflegeheimen

Mehr Geld für die Verpflegung der Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen hat der Verband Deutscher Alten- und Behindertenpflege (VDAB) gefordert. "Frische und ausgewogene Ernährung ist ein wesentlicher Bestandteil guter Pflege und darf kein Sparposten sein", sagte VDAB-Bundesgeschäftsführer Thomas Knieling den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er verwies dabei auch auf die gestiegenen Lebensmittelpreise.

Weniger Stellenabbau: Arbeitsmarkt stabilisiert sich laut Ifo-Institut leicht

Die Unternehmen in Deutschland planen nach Ifo-Angaben, etwas weniger Stellen abzubauen. Wie das Münchener Forschungsinstitut am Mittwoch mitteilte, stieg das Ifo-Beschäftigungsbarometer im Juli auf 93,0 Punkte, nach 92,2 Punkten im Juni. "Der Arbeitsmarkt stabilisiert sich etwas, bleibt aber in schwierigem Fahrwasser", erklärte Ifo-Umfragenleiter Klaus Wohlrabe. Für eine Trendwende sei "noch mehr wirtschaftliche Dynamik" nötig.

Textgröße ändern: