Pallade Veneta - Rhein in den Niederlanden nahe deutscher Grenze mit historisch niedrigem Pegel

Rhein in den Niederlanden nahe deutscher Grenze mit historisch niedrigem Pegel


Rhein in den Niederlanden nahe deutscher Grenze mit historisch niedrigem Pegel
Rhein in den Niederlanden nahe deutscher Grenze mit historisch niedrigem Pegel / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Wegen ausbleibenden Niederschlags hat der Wasserpegel des Rheins an der deutsch-niederländischen Grenze den niedrigsten jemals gemessenen Pegel erreicht. Am Messpunkt Lobith westlich von Emmerich in Nordrhein-Westfalen sei "noch nie" ein tieferer Wasserstand registriert worden, erklärte das niederländische Wasser- und Infrastrukturministerium am Donnerstag.

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"Die Trockenheit in den Niederlanden verschlimmert sich weiter", erklärte das Ministerium. Auch die Maas führe wegen "fehlenden Regens im Ausland" nur wenig Wasser.

In den Niederlanden herrscht laut dem Ministerium seit zwei Wochen offiziell Wasserknappheit. In allen Landesteilen wurden demnach entsprechende Maßnahmen ergriffen. Unter anderem müssen Binnenschiffe an einigen Schleusen wegen eines eingeschränkten Betriebs länger warten. Begrenzungen bei der Wasserentnahme treffen vor allem Landwirte.

In Deutschland wird für den Rhein in Düsseldorf für den kommenden Samstag ein Pegel von lediglich 21 Zentimetern erwartet - nach Angaben der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zwei Zentimeter weniger als beim bisherigen Tiefststand vom Oktober 2018. Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) hob hervor, dass der Fluss nicht nur "Lebensader", sondern auch "einer unserer wichtigsten Handelswege" sei. Die Bauindustrie mahnte ein "Klima-Fitnessprogramm" für Deutschlands Wasserstraßen an.

In Italien hoben derweil die Behörden die Warnstufe für den Fluss Po wegen Niedrigwassers auf "hoch" an. Mehr als 100 Gemeinden im Piemont und in der Lombardei im Norden des Landes verzeichnen bereits Probleme bei der Wasserversorgung. Einige greifen auf Tankwagen zurück, um Trinkwasser in die Netze einzuspeisen, wie die zuständige Behörde ADBPO erklärte. Im Comer See und im Lago Maggiore gingen die Wasserstände innerhalb einer Woche um bis zu sieben Prozent zurück. Der Po ist der längste Fluss Italiens.

Nach einem trockenen Frühjahr wurden in den Monaten Juni und Juli in Teilen Italiens Hitzerekorde verzeichnet. In der Folge schmolz mehr Schnee in den Bergen ab als üblich. Ab Freitag wird in Norditalien eine weitere Hitzewelle erwartet.

R.Zarlengo--PV

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