Pallade Veneta - Ifo-Institut: Geschäftserwartungen in der Autoindustrie gehen "steil nach oben"

Ifo-Institut: Geschäftserwartungen in der Autoindustrie gehen "steil nach oben"


Ifo-Institut: Geschäftserwartungen in der Autoindustrie gehen "steil nach oben"
Ifo-Institut: Geschäftserwartungen in der Autoindustrie gehen "steil nach oben" / Foto: Florian WIEGAND - AFP/Archiv

Die deutschen Autobauer blicken nach Angaben des Ifo-Instituts wieder deutlich optimistischer in die Zukunft. Zwar bewerteten die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage "weiterhin so schlecht wie im Vormonat und planen, weitere Stellen abzubauen", erklärte das Forschungsinstitut am Mittwoch in München. Bei den Geschäftserwartungen jedoch gehe es "weiter steil nach oben".

Textgröße ändern:

Nach einem von minus 30,7 Punkten im April stiegen die Erwartungen im Juli demnach auf minus 0,1 Punkte. Dies trieb auch den gesamten Ifo-Geschäftsklimaindex für die Automobilindustrie aufwärts: Er lag im Juli bei minus 15,6 Punkten, nach minus 21,6 Punkten im Juni.

"Die Auftragsbücher füllen sich wieder etwas und die Exporterwartungen sind gestiegen", erläuterte Ifo-Fachexpertin Anita Wölfl. Für eine deutliche Verbesserung sprechen demnach auch die offiziellen Daten zu den Auftragseingängen der Branche, die bis Mai 2026 vorliegen. Dort zeige sich "ein positiver Trend für die Aufträge aus dem Inland und vor allem aus dem Euroraum", erklärte das Forschungsinstitut.

Eine wichtige Rolle spielen hierbei nach Ifo-Angaben die Hersteller von Karosserien und Aufbauten sowie von elektronischen Ausrüstungen. Diese stellen Geräte und Komponenten her, die auch außerhalb der Automobilindustrie verwendet werden können - etwa in der Verteidigung. "Die europaweit steigenden Investitionen in Rüstungsgüter könnten Teilen der Automobilindustrie zugutekommen", erklärte Wölfl.

F.Amato--PV

Empfohlen

Social-Media-Sucht: US-Staatsanwältin wirft Meta "Ausnutzung" von Kindern vor

Im womöglich wegweisenden US-Prozess um Social-Media-Sucht durch Instagram und Facebook hat die Staatsanwaltschaft dem Meta-Konzern schwere Vorwürfe gemacht. Meta habe Kinder und Jugendliche abhängig gemacht, die Funktionsweise ihrer Gehirne "ausgenutzt" und die Öffentlichkeit in die Irre geführt, sagte Kaliforniens stellvertretende Generalstaatsanwältin Megan O'Neill am Dienstag in ihrem Eröffnungsplädoyer. Meta muss sich vor dem Gericht in Oakland wegen des Vorwurfs verantworten, mit seinen Online-Netzwerken Minderjährige abhängig und damit psychisch krank zu machen.

In letzter Minute: Trump und Carney verhandeln über drohende US-Zölle gegen Kanada

Wenige Stunden vor Ablauf einer Frist haben US-Präsident Donald Trump und Kanadas Regierungschef Mark Carney noch über drohende neue US-Zölle auf kanadische Importe verhandelt. Carney habe am Dienstag mit Trump gesprochen, teilte die kanadische Regierung mit. Falls sich die beiden nicht in letzter Minute einigen, greifen um Mitternacht Washingtoner Zeit (06.00 Uhr MESZ am Mittwoch) neue Zölle.

US-Konzern OpenAI setzt auf potenziell weltgrößtes KI-Rechenzentrum in Ohio

Das KI-Unternehmen OpenAI will in den USA für 20 Jahre ein riesiges neues Rechenzentrum anmieten und setzt dabei auf eine Finanzierungszusage des US-Technologieriesen Nvidia in Höhe von 105 Milliarden Dollar (knapp 91 Milliarden Euro). In der Anlage sollen mehr als 1,5 Millionen Nvidia-Chips zum Einsatz kommen, wie aus einer Pflichtmitteilung von Montag (Ortszeit) hervorgeht. Die Anlage ist auf eine Kapazität von bis zu acht Gigawatt ausgelegt und könnte damit zum größten einzelnen Rechenzentrum für Künstliche Intelligenz (KI) weltweit werden.

Hitze und Trockenheit: Bauern erwarten leicht unterdurchschnittliche Ernte

Getreide, Raps, Kartoffeln: Wegen der Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen fallen die Ernten in Deutschland teils enttäuschend aus, vor allem im Süden und Westen. Zugleich bekämen die Landwirte "seit drei Jahren unterdurchschnittliche Erzeugerpreise" und ihre Kosten seien "sehr sehr stark gestiegen", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied am Dienstag bei der Vorstellung der vorläufigen Erntebilanz in Berlin. Die Lage sei "wirtschaftlich sehr angespannt". Rukwied forderte finanzielle Unterstützung.

Textgröße ändern: