Pallade Veneta - Behörden nach möglichen Drohnenvorfällen an Leipziger Flughafen alarmiert

Behörden nach möglichen Drohnenvorfällen an Leipziger Flughafen alarmiert


Behörden nach möglichen Drohnenvorfällen an Leipziger Flughafen alarmiert
Behörden nach möglichen Drohnenvorfällen an Leipziger Flughafen alarmiert / Foto: JOHANNES EISELE - AFP/Archiv

Zwei mögliche Drohnenvorfälle am Flughafen Leipzig/Halle haben die Behörden in Alarmbereitschaft versetzt. Nachdem in der Nacht zum Mittwoch zunächst eine Drohne auf dem Flughafen selbst gefunden wurde, gab es danach offenbar einen Zusammenstoß einer Frachtmaschine mit einem unbekannten Flugobjekt in der Luft nahe dem Airport.

Textgröße ändern:

Laut "Bild"-Zeitung wurde die erste Drohne kurz vor Mitternacht auf dem Vorfeld des Flughafens in der Nähe von vier ukrainischen Maschinen gefunden. An ihr war dem Bericht zufolge eine unbekannte Masse angebracht, die als sprengfähiges Material identifiziert wurde. Bei Röntgenaufnahmen wurde der Zeitung zufolge ein Zünder gefunden, der aber defekt war. Zu einer Explosion kam es nicht.

Laut "Bild" wurde das Sprengstoffpaket in einem Spezialbehälter verpackt, um es später auf mögliche Spuren zu untersuchen. Die Polizei bestätigte die Informationen zunächst nicht. Sie teilte lediglich mit, dass der Flugverkehr wegen eines Flugobjekts zwischenzeitlich eingestellt wurde und mehrere Maschinen deshalb umgeleitet werden mussten.

Eine dieser Maschinen stieß nahe dem Flughafen mit einem weiteren Flugobjekt zusammen. Das betreffende Flugzeug habe wegen des Drohnenfunds nicht in Leipzig landen können und sei durchgestartet, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin vor Journalisten. Dann sei es "anscheinend mit etwas kollidiert" und habe anschließend in Hannover landen können.

Laut "Bild"-Zeitung handelte es sich um eine DHL-Frachtmaschine. Sie sei durch den Zusammenstoß im Frontbereich beschädigt worden. Die Polizei in Niedersachsen stufe den Vorfall als Staatsschutzdelikt ein und schließe Sabotage nicht aus, schrieb die Zeitung.

Der Flugverkehr in Leipzig/Halle wurde laut Polizei um 01.55 Uhr wieder aufgenommen und lief seitdem vollständig über die Nordpiste des Flughafens. An der Südpiste wurde zunächst noch nach Spuren gesucht.

Aus Sicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zeigten die Vorfälle am Leipziger Flughafen, dass die Bundespolizei gut ausgestattet sei. "Die hochmoderne Ausrüstung zahlt sich aus, die Alarmsysteme haben gut funktioniert", sagte der GdP-Chef für die Bundespolizei, Andreas Roßkopf, der "Rheinischen Post".

"Die Bundespolizei ist an den deutschen Flughäfen mittlerweile gut dafür ausgestattet, um die Flugbewegungen von Drohnen zu beobachten und Gegenmaßnahmen einzuleiten", fügte er hinzu. Vollständig zu verhindern seien Attacken durch Drohnen aber nicht.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an

Argentinien will ab Ende des Jahres Ausländern, die mindestens 350.000 Dollar (rund 311.000 Euro) in dem Land investieren, die argentinische Staatsbürgerschaft anbieten. Das Programm zum Erwerb der Staatsbürgerschaft im Gegenzug für eine "Investition" sieht "zwei einfache und transparente Mechanismen" vor, wie die Regierung des ultrarechten Präsidenten Javier Milei am Samstag mitteilte.

Medien: Trump will Geheimdienstchef Clayton zum KI-Berater ernennen

US-Präsident Donald Trump will Geheimdienstdirektor Jay Clayton offenbar zu seinem neuen Beauftragten für Künstliche Intelligenz (KI) ernennen. Die Sender CNN, CBS News und andere Medien berichteten am Freitag, Trump werde den 60-Jährigen voraussichtlich in Kürze nominieren.

Studie offenbart Gewinne des niederländischen Königshauses durch Kolonialismus

Der niederländische König Willem-Alexander hat sich am Freitag zutiefst beeindruckt von den Ergebnissen einer Studie über die Profite des Königshauses aus Kolonialismus und Sklaverei gezeigt. Die vom König 2022 in Auftrag gegebene Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass das Königshaus den Kolonialismus über Jahrhunderte als rechtmäßige Quelle der Bereicherung für das Land betrachtete.

Macron: G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl frei

Die G7-Länder haben sich auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl geeinigt. Dies solle in den kommenden vier Monaten geschehen, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron anlässlich einer Videokonferenz der G7-Vertreter zur Energiekrise am Freitag. US-Präsident Donald Trump hatte die europäischen Partner zur Freigabe von Reserven gedrängt, um die Verbraucherpreise zu senken.

Textgröße ändern: