Pallade Veneta - Mehr Geld für Bundeswehr und Infrastruktur: Industrie erhält mehr Aufträge

Mehr Geld für Bundeswehr und Infrastruktur: Industrie erhält mehr Aufträge


Mehr Geld für Bundeswehr und Infrastruktur: Industrie erhält mehr Aufträge
Mehr Geld für Bundeswehr und Infrastruktur: Industrie erhält mehr Aufträge / Foto: Alexandra BEIER - AFP

Deutschlands Industrieunternehmen - vor allem Maschinenbauer - haben im Juni mehr Aufträge erhalten: Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe stieg im Juni im Vergleich zum Vormonat um 3,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Im Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang um 1,3 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor. Laut Bundeswirtschaftsministerium sind die staatlichen Beschaffungen für Bundeswehr und Infrastruktur ein Hauptgrund für die gute Entwicklung.

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Die Statistiker erklärten, die positive Entwicklung sei zu einem großen Teil auf die deutlichen Anstiege im Maschinenbau (plus 12,7 Prozent) und in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (plus 22,7 Prozent) zurückzuführen. In beiden Bereichen meldeten eine Reihe von Unternehmen Großaufträge.

Die Aufträge von außerhalb der Eurozone stiegen laut Statistik dabei um 10,2 Prozent im Vormonatsvergleich. Die Aufträge aus der Eurozone dagegen fielen um 14 Prozent.

Ausschlaggebend für die Zunahme der Aufträge war laut Bundeswirtschaftsministerium die Zunahme der Inlandsaufträge; sie stieg um 7,8 Prozent. Das Auftragsplus für den gewichtigen Maschinenbau etwa sei vor allem Großaufträgen aus dem Inland zu verdanken. Die Bestellungen aus dem Ausland dagegen seien derzeit starken Schwankungen unterworfen. Im Mai etwa hatten die Aufträge aus dem Euroraum noch stark zugenommen.

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe sind laut Wirtschaftsministerium aktuell dank der kräftiger Nachfrage aus dem Inland aufwärtsgerichtet. "Starke Zuwächse bei den Investitionsgüterproduzenten dürften demnach vermutlich insbesondere in Verbindung mit öffentlichen Beschaffungen im Rahmen der Modernisierung der Bundeswehr wie auch mit Aufträgen im Rahmen des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität im Zusammenhang stehen", erklärte das Ministerium. Die Nachfrage aus dem Ausland zeige sich ungeachtet geopolitischer Konflikte "bemerkenswert robust".

R.Zarlengo--PV

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