Pallade Veneta - E-Auto-Boom setzt sich auch im Juli fort - Neuwagenmarkt weiter im Aufwärtstrend

E-Auto-Boom setzt sich auch im Juli fort - Neuwagenmarkt weiter im Aufwärtstrend


E-Auto-Boom setzt sich auch im Juli fort - Neuwagenmarkt weiter im Aufwärtstrend
E-Auto-Boom setzt sich auch im Juli fort - Neuwagenmarkt weiter im Aufwärtstrend / Foto: FOCKE STRANGMANN - AFP/Archiv

Der Aufwärtstrend auf dem Neuwagenmarkt hat sich auch im Juli fortgesetzt - mit einem deutlichen Plus vor allem bei E-Autos. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Donnerstag in Flensburg mitteilte, legten die Neuzulassungen von Elektro-Pkw um 61,7 Prozent auf rund 78.600 Fahrzeuge zu. Gemessen an allen Neuzulassungen entspricht dies einem Anteil von 29,3 Prozent.

Textgröße ändern:

Insgesamt wurden im Juli laut KBA rund 268.000 Pkw neu zugelassen - 1,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Für die ersten sieben Monaten des Jahres 2026 liegt das Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei 5,1 Prozent.

Wichtigster Treiber des Neuwagenmarktes bleibe die staatliche Förderung für E-Autos, erklärte das Beratungsunternehmen EY. Zusammen mit Plugin-Hybriden, die im Juli auf einen Marktanteil von 11,4 Prozent kamen, lag der Marktanteil von Neuwagen "mit Stecker" demnach sogar bei 40,7 Prozent. "Gut vier von zehn Neuwagen fahren also ganz oder teilweise elektrisch".

Die staatliche Förderung können Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland seit Mitte Mai beantragen, rückwirkend für seit 1. Januar zugelassene Autos. Bezuschusst wird der Kauf oder das Leasing neuer Elektro- oder Plugin-Hybridfahrzeuge, wobei sich die Höhe der Förderung nach Automodell, Haushaltsgröße und Einkommen richtet.

Die Elektro-Prämie sorge für einen kräftigen Nachfrageboom bei Elektroautos, erklärte EY-Automobilmarktexperte Constantin Gall. Dieser Effekt werde jedoch "nur so lange anhalten, wie die Förderung gewährt wird", gab er zu bedenken. "Danach droht erneut ein deutlicher Rückgang der Zulassungszahlen, wie wir ihn bereits nach früheren Förderprogrammen gesehen haben."

Kritisch bewertete Gall zudem, dass vor allem ausländische Hersteller von der Förderung profitierten. So sei der Absatz chinesischer Autokonzerne um 85,5 Prozent gestiegen, die deutschen Konzerne hätten dagegen einen stagnierenden Absatz verzeichnet. Der Marktanteil der chinesischen Konzerne stieg demnach von 3,9 auf 7,1 Prozent, während der Marktanteil der deutschen Konzerne von 61,3 auf 60,6 Prozent sank.

Es sei "industriepolitisch fragwürdig, dass insbesondere nicht-europäische Hersteller zu den größten Gewinnern der Fördermaßnahmen zählen", kritisierte Gall. Das starke Wachstum bei Elektroautos beschleunige zwar den Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland, bringe der heimischen Automobilindustrie bislang jedoch nur begrenzte Vorteile. "Und die hätte mehr Unterstützung bitter nötig", erklärte Gall.

C.Conti--PV

Empfohlen

Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an

Argentinien will ab Ende des Jahres Ausländern, die mindestens 350.000 Dollar (rund 311.000 Euro) in dem Land investieren, die argentinische Staatsbürgerschaft anbieten. Das Programm zum Erwerb der Staatsbürgerschaft im Gegenzug für eine "Investition" sieht "zwei einfache und transparente Mechanismen" vor, wie die Regierung des ultrarechten Präsidenten Javier Milei am Samstag mitteilte.

Medien: Trump will Geheimdienstchef Clayton zum KI-Berater ernennen

US-Präsident Donald Trump will Geheimdienstdirektor Jay Clayton offenbar zu seinem neuen Beauftragten für Künstliche Intelligenz (KI) ernennen. Die Sender CNN, CBS News und andere Medien berichteten am Freitag, Trump werde den 60-Jährigen voraussichtlich in Kürze nominieren.

Studie offenbart Gewinne des niederländischen Königshauses durch Kolonialismus

Der niederländische König Willem-Alexander hat sich am Freitag zutiefst beeindruckt von den Ergebnissen einer Studie über die Profite des Königshauses aus Kolonialismus und Sklaverei gezeigt. Die vom König 2022 in Auftrag gegebene Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass das Königshaus den Kolonialismus über Jahrhunderte als rechtmäßige Quelle der Bereicherung für das Land betrachtete.

Macron: G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl frei

Die G7-Länder haben sich auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl geeinigt. Dies solle in den kommenden vier Monaten geschehen, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron anlässlich einer Videokonferenz der G7-Vertreter zur Energiekrise am Freitag. US-Präsident Donald Trump hatte die europäischen Partner zur Freigabe von Reserven gedrängt, um die Verbraucherpreise zu senken.

Textgröße ändern: