Pallade Veneta - Direkt-ICE Berlin-Paris bleibt wegen Technikproblemen vorerst unterbrochen

Direkt-ICE Berlin-Paris bleibt wegen Technikproblemen vorerst unterbrochen


Direkt-ICE Berlin-Paris bleibt wegen Technikproblemen vorerst unterbrochen
Direkt-ICE Berlin-Paris bleibt wegen Technikproblemen vorerst unterbrochen / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP/Archiv

Die direkte ICE-Verbindung zwischen Berlin und Paris bleibt wegen technischer Probleme vorerst unterbrochen. Die Deutsche Bahn (DB) macht dafür das europäische Zugsicherungssystem des französischen Herstellers Alstom verantwortlich und fordert eine umgehende Behebung der Fehler. Alstom erklärte am Freitagabend, seine Teams arbeiteten "mit Hochdruck" und eng mit der Bahn daran, die technischen Schwierigkeiten zu beheben.

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Alstom bedauere die "Störungen" auf der Strecke und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten für die Reisenden, erklärte der Konzern gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Das Unternehmen sei fest entschlossen, gemeinsam mit der Deutschen Bahn einen "sicheren und zuverlässigen Betrieb" der Verbindung zu gewährleisten.

Konkret geht es um das europäische Zugsicherungssystem ETCS. Alstom ist damit beauftragt, die von Siemens gebauten ICE mit der neuen ETCS-Technik auszurüsten. Das System wird für den Betrieb der Züge auf der direkten Verbindung Berlin-Frankfurt-Paris benötigt.

Die Bahn erklärte, die Direktverbindung sei wegen der Probleme derzeit "nicht vollständig verfügbar". Wann die Züge wieder ohne Unterbrechung zwischen den beiden Hauptstädten verkehren können, teilte der Konzern nicht mit.

Reisende von und nach Berlin, Halle und Erfurt können die Strecke weiterhin nutzen, müssen jedoch in Frankfurt am Main oder Mannheim umsteigen. Betroffene Fahrgäste wurden nach Bahnangaben über die App DB Navigator und per E-Mail über die Änderungen informiert.

Die Direktverbindung zwischen Berlin und Paris war im Dezember 2024 feierlich in Betrieb genommen worden. Der damalige Bundesverkehrsminister Volker Wissing hatte von "gelebter Freundschaft" gesprochen, der damalige Bahn-Chef Richard Lutz von einem "Sinnbild" der deutsch-französischen Zusammenarbeit.

Zuletzt war der Zug nach Angaben des "Tagesspiegels" im Durchschnitt zu rund 80 Prozent ausgelastet. Neben den ICE-Verbindungen mit Umstieg können Reisende zwischen Berlin und Paris auch Nachtzüge des niederländisch-belgischen Anbieters European Sleeper nutzen.

D.Bruno--PV

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