Pallade Veneta - Bericht: EU importiert wieder mehr Flüssiggas aus Russland

Bericht: EU importiert wieder mehr Flüssiggas aus Russland


Bericht: EU importiert wieder mehr Flüssiggas aus Russland
Bericht: EU importiert wieder mehr Flüssiggas aus Russland / Foto: Sebastien SALOM-GOMIS - AFP/Archiv

Trotz der europäischen Bemühungen um ein Ende der Abhängigkeit von Moskaus Energielieferungen ist die Menge von aus Russland in die EU importiertem Flüssiggas (LNG) einem Bericht zufolge wieder gestiegen. Die EU-Staaten hätten im Juni 14 Prozent mehr LNG aus Russland importiert als ein Jahr zuvor, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Daten des Forschungszentrums Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA).

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Die Einnahmen Moskaus aus dem Verkauf des Rohstoffs stiegen den Angaben zufolge auf 60 Millionen Euro pro Tag. Das meiste russische LNG habe Frankreich gekauft: Allein im Hafen von Montoir in der Bretagne sei im Juni viermal so viel Flüssiggas angekommen wie im Mai. Insgesamt habe russisches Erdgas im zweiten Quartal nach Angaben der Denkfabrik Bruegel einen Anteil von 13,4 Prozent an den gesamten Gas-Einfuhren der EU ausgemacht.

Westliche Staaten hatten nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine Sanktionen gegen Russland im Energiebereich verhängt. Dennoch wird weiter russisches Öl und Gas in die EU geliefert. LNG ist verflüssigtes Erdgas, das per Schiff transportiert wird und an Europas Küsten erneut in Gasform umgewandelt in die Netze eingespeist wird.

Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, ab 2027 kein Flüssiggas mehr aus Russland zu beziehen. Durch den Iran-Krieg hat sich die Lage am internationalen Gasmarkt aber verschärft, weil Teheran die Straße von Hormus gesperrt hat. Dadurch kommt unter anderem auch kaum noch Flüssiggas durch die für die Weltwirtschaft wichtige Meerenge.

G.Riotto--PV

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