Pallade Veneta - Drohnenabwehr an Flughäfen: Ministerpräsident Günther für Einsatz der Bundeswehr

Drohnenabwehr an Flughäfen: Ministerpräsident Günther für Einsatz der Bundeswehr


Drohnenabwehr an Flughäfen: Ministerpräsident Günther für Einsatz der Bundeswehr
Drohnenabwehr an Flughäfen: Ministerpräsident Günther für Einsatz der Bundeswehr / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat sich bei der Drohnenabwehr an Flughäfen auch für einen Einsatz der Bundeswehr ausgesprochen. "Ich glaube, dass in diesen Zeiten diese strikte Trennung beim Thema äußere und innere Sicherheit zwischen Bund und Ländern nicht mehr zeitgemäß ist", sagte Günther am Montag im Deutschlandfunk. Er halte es "für unproblematisch, dass auch die Bundeswehr bei der Bekämpfung im Inneren eingesetzt wird".

Textgröße ändern:

Für die Drohnen-Abwehr an Flughäfen ist in Deutschland derzeit grundsätzlich die Bundespolizei zuständig. Günther verwies darauf, dass für einen Einsatz der Bundeswehr im Inneren eine Änderung des Grundgesetzes nötig sei. Darüber müsse nun gesprochen werden.

Widerspruch kam aus der SPD. "Sich jetzt über Grundgesetzänderungen zu unterhalten, macht relativ wenig Sinn", sagte der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner Welt TV. "Wir haben übrigens gar keine grundgesetzändernde Mehrheit im Augenblick im Bundestag und im Bundesrat." Über die Frage, ob ein Bundeswehr-Einsatz vernünftig sei, lasse sich "ohnehin streiten". Aus Stegners Sicht, geht es primär darum, die Zusammenarbeit und Zuständigkeiten von Bund und Ländern zu ordnen.

Günther betonte, Deutschland müsse bei der Drohnenabwehr "bestmöglich aufgestellt sein". Dabei gehe es um "Fangtechniken" für die Flugobjekte, aber auch um die Störung der Sender der Drohnen. Dies gehe "nur im Schulterschluss zwischen Bund und Ländern."

Der CDU-Ministerpräsident verwies darauf, dass die Bundeswehr bisher dafür zuständig sei, ihre eigenen Liegenschaften vor Drohnen zu schützen. Bewege sich die Drohne davon weg, falle dies aber in andere Kompetenzbereiche. "Deswegen glaube ich, vereinfacht es eher, wenn die Bundeswehr stärkere Zuständigkeiten bekommt."

Am Flughafen Leipzig/Halle war in der Nacht zum Mittwoch durch einen Mitarbeiter im Sicherheitsbereich des Frachtbetriebs eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine.

Am Donnerstagabend wurden laut Bundeswehr auch zwei Drohnen über dem Militärstandort Mechernich in Nordrhein-Westfalen gesichtet. Nach Medienberichten wird dort das Flugabwehrsystem Patriot gewartet.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

"Falsche Schlussfolgerungen": Frei warnt SPD vor Aufschnüren des Rentenpakets

Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) hat Forderungen der SPD nach Änderungen bei den geplanten Reformen zurückgewiesen. Er sei überzeugt, dass die Koalition aus dem Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt "keine falschen Schlussfolgerungen ziehen darf", sagte Frei vor einer Sitzung der Unionsfraktion am Montag in Berlin. "Eine falsche Schlussfolgerung wäre, dass man die vielfachen Reformen, die wir in Angriff genommen haben, nicht mit einem hohen Tempo weiter fortsetzte."

Bas kündigt nach Landtagswahl Konsequenzen an: "Ein 'Weiter so' geht nicht"

SPD-Chefin Bärbel Bas hat nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt inhaltliche Konsequenzen angekündigt. "Ich finde, ein 'Weiter so' geht nicht", sagte Bas am Montag in Berlin. Zwar sei der Reformkurs der Bundesregierung richtig und notwendig, aber "wir dürfen die Sozialreformen nicht gegen die Menschen machen", betonte die Bundesarbeitsministerin.

Raketenabwehr statt Autos: VW verkauft Werk Osnabrück an israelischen Investor

Im Volkswagen-Werk in Osnabrück sollen künftig keine Autos mehr, dafür Luftverteidigungssysteme gebaut werden. Das Land Niedersachsen, der VW-Konzern, der Investor Aurelius Capital aus Tel Aviv und der israelische Rafael-Rüstungskonzern schlossen am Montag eine entsprechende Vereinbarung. VW zieht sich demnach vollständig vom Standort Osnabrück zurück.

UN-Menschenrechtskommissar: KI könnte zur "existenziellen Gefahr für Menschheit" werden

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat eine Regulierung der Künstlichen Intelligenz (KI) dringend angemahnt. Die KI "könnte zu einer existenziellen Gefahr für die Menschheit" werden, sagte Türk am Montag zur Eröffnung der 63. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf. Er rief dazu auf, "verbindliche Garantien für die Sicherheit und den Schutz im Zusammenhang mit KI zu schaffen, bevor es zu spät ist".

Textgröße ändern: