Pallade Veneta - E-Mail-Anbieter: Weniger Spam im ersten Halbjahr - dafür aber gezielter

E-Mail-Anbieter: Weniger Spam im ersten Halbjahr - dafür aber gezielter


E-Mail-Anbieter: Weniger Spam im ersten Halbjahr - dafür aber gezielter
E-Mail-Anbieter: Weniger Spam im ersten Halbjahr - dafür aber gezielter / Foto: Karen Ducey - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Die deutschen E-Mail-Anbieter Web.de und GMX haben in den ersten sechs Monaten des Jahres bei den Spam-Mails einen deutlichen Rückgang von rund 45 Prozent verzeichnet. Das Spam-Aufkommen habe sich von rund 1,8 Milliarden im Vorjahreszeitraum auf rund 990 Millionen verdächtige Mails pro Woche "nahezu halbiert", erklärten die beiden Anbieter am Montag. Sie warnten allerdings, dass Phishing-Mails nun deutlich präziser auf die Empfänger zugeschnitten würden.

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In den vergangenen Jahren war das Aufkommen an Schad-Mails laut Web.de und GMX immer weiter gestiegen: Zwischen 2021 und Ende 2024 legte die Zahl der erkannten Spam-Mails bei den beiden Anbietern demnach um rund 146 Prozent zu. Seit Sommer 2025 "kehrt sich dieser Trend um". Der Grund: "Mehrstufige Filtersysteme und industrieweite Authentifizierungsstandards, auf die sich große Anbieter weltweit verpflichtet haben, machen es Kriminellen heute deutlich schwerer, große Mengen Spam erfolgreich zuzustellen."

Zugleich veränderten sich die Spam-Mails: An Stelle identischer Massen-Spam-Mails würden "gezielte, persönlich zugeschnittene Angriffe" gesendet. Das könnten etwa "gefälschte Rechnungen mit individuellem Namen, Betrug mit QR-Codes, die Übernahme bestehender Accounts oder der gezielte Betrug an Beschäftigten von Unternehmen" sein, erläuterten Web.de und GMX. Ein Teil der Angriffe verlagere sich auch auf Onlinenetzwerke, SMS und Messengerdienste.

Die Anbieter rieten dazu, wachsam zu bleiben und unerwartete Rechnungen, Zahlungsaufforderungen und QR-Codes von vermeintlich vertrauenswürdigen Absendern kritisch zu prüfen sowie Links in E-Mails nicht unbedacht zu öffnen. Das eigene E-Mail-Postfach solle "als Schlüssel zur digitalen Identität" mit einem starken, einmaligen Passwort und Zwei-Faktor-Authentifizierung abgesichert werden, empfahlen sie.

Grundlage für die Auswertung waren den Angaben zufolge anonymisierte Plattformdaten von GMX und Web.de. Die Anbieter verglichen das durchschnittliche wöchentliche Aufkommen der als Spam eingestuften E-Mails vom 1. Januar bis 10. Juni 2026 mit dem im Vorjahreszeitraum.

H.Lagomarsino--PV

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