Pallade Veneta - "Bild": Konkrete DNA-Spur im Fall von Leipziger Drohnen-Attacke ermittelt

"Bild": Konkrete DNA-Spur im Fall von Leipziger Drohnen-Attacke ermittelt


"Bild": Konkrete DNA-Spur im Fall von Leipziger Drohnen-Attacke ermittelt
"Bild": Konkrete DNA-Spur im Fall von Leipziger Drohnen-Attacke ermittelt / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Im Fall der Leipziger Drohnen-Attacke gibt es laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung eine konkrete DNA-Spur. Diese ist demnach identisch mit einer Spur, die bereits in Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf das DHL-Logistikzentrum in Leipzig vom 20. Juli 2024 registriert worden war. Für die damalige Serie von Paket-Brandsätzen sehen europäische Ermittler eine Verbindung zum russischen Militärgeheimdienst GRU.

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Die aktuelle DNA-Spur wurde laut dem Bericht in der europäischen DNA-Datenbank wiederentdeckt. Wegen der Vorfälle vom Sommer 2024 stehen derzeit in Litauen fünf Männer vor Gericht. Ihnen wird vorgeworfen, damals vier Brandsätze in Paketen durch Europa geschickt zu haben. Einer der Brandsätze fing am Leipziger Flughafen Feuer - aufgrund einer Verspätung jedoch nicht, wie es wohl eigentlich geplant war, an Bord einer DHL-Frachtmaschine.

Die betreffende DNA-Spur konnte laut "Bild" jedoch bisher nicht einer bestimmten Person zugeordnet werden. Sie sei aber in Litauen registriert worden. In Verbindung mit den damaligen Paketbomben haben europäische Ermittler demnach bisher insgesamt 22 Verdächtige identifiziert, die alle Verbindungen nach Russland haben sollen - nach Angaben der EU-Justizbehörde Eurojust auch zum GRU-Geheimdienst, hieß es.

Die Bundesanwaltschaft kommentierte den Bericht nicht. Derzeit würden keine weiteren Auskünfte erteilt, erklärte eine Sprecherin der Behörde in Karlsruhe. Die Ermittlungen dauerten an. Die Bundesanwaltschaft hatte diese wegen der besonderen Bedeutung des Vorfalls übernommen.

Vergangene Woche war in der Nacht zum Mittwoch am Leipziger Flughafen eine Drohne gefunden worden. Videoaufnahmen ergaben inzwischen laut Medienberichten, dass diese vier Stunden zuvor gezielt die Tragfläche einer dort geparkten ukrainischen Frachtmaschine anflog und darauf aufprallte - dort wo sich auch der Treibstofftank befindet.

Die Drohne war mit einem Sprengstoffpaket versehen, das aber aus unbekannten Grünen nicht detonierte. "Wäre die Drohne dort explodiert, hätte es ein Inferno gegeben", zitierte "Bild" einen Ermittlungsbeamten. In dem aktuellen Fall hatte sich die Bundesregierung bisher nur sehr zurückhaltend zu einer russischen Urheberschaft geäußert. Dafür spricht unter anderem, dass Frachtmaschinen von Leipzig aus regelmäßig militärische Ausrüstung für die Ukraine transportieren.

I.Saccomanno--PV

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