Pallade Veneta - Präsident von Ceuta will Migranten bis zu ihrer Ausweisung internieren

Präsident von Ceuta will Migranten bis zu ihrer Ausweisung internieren


Präsident von Ceuta will Migranten bis zu ihrer Ausweisung internieren
Präsident von Ceuta will Migranten bis zu ihrer Ausweisung internieren / Foto: Antonio Sempere - AFP/Archiv

Nach dem Massenandrang von Migranten in die spanische Exklave Ceuta will der örtliche Präsident Juan Jesús Vivas die verbliebenen Migranten bis zu ihrer Ausweisung internieren. In einer Art "Abschiebezentrum für Ausländer" sollten "diese Menschen untergebracht und eingesperrt bleiben", sagte Vivas am Montag bei einer Pressekonferenz. Die Lage vor Ort sei "unhaltbar" und "inakzeptabel".

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Vivas fuhr fort, die Bewegungsfreiheit der verbliebenen Migranten müsse "eingeschränkt werden, bis ihre Abschiebungen bearbeitet und abgeschlossen sind". Er forderte "dringend" nach einem "staatlichen Plan, der darauf abzielt, in Ceuta wieder Normalität herzustellen".

Zahlen der spanischen Regierung zufolge hatten Ende Juli rund 72.000 Menschen die neben Marokko gelegene spanische Exklave Ceuta auf dem Landweg oder schwimmend erreicht. Nach Angaben der Regierung in Madrid befinden sich noch knapp 2000 Migranten in Ceuta. Der Präsident der Exklave bezifferte jedoch die Gesamtzahl der verbliebenen Migranten auf 8000 bis 11.000. In Ceuta leben etwa 84.000 Menschen.

Der für die Beziehungen zu den Regionen des Landes zuständige spanische Minister Ángel Víctor Torres versicherte der Bevölkerung Ceutas, dass die Zahl der Polizisten und Soldaten in der Exklave erhöht worden sei. Er betonte zugleich, dass die Zusammenführung minderjähriger Migranten mit ihren Familien Priorität habe, ohne dabei die Möglichkeit von Ausweisungen zu erwähnen.

Die in Ceuta verbliebenen Migranten, unter ihnen hunderte unbegleitete Minderjährige, haben Schwierigkeiten, Zugang zu Nahrung, Wasser, Unterkunft und sanitären Einrichtungen zu erhalten. Ihre Zukunft hat einen Konflikt zwischen der sozialistischen Regierung Spaniens und von der konservativen Volkspartei (PP) und der rechtspopulistischen Vox regierten Regionen ausgelöst. Die spanische Rechte lehnt es ab, unbegleitete Minderjährige im Rahmen der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen aufzunehmen.

C.Grillo--PV

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