Pallade Veneta - Niedrigwasser: Institut für deutsche Wirtschaft erwartet Produktionskürzungen

Niedrigwasser: Institut für deutsche Wirtschaft erwartet Produktionskürzungen


Niedrigwasser: Institut für deutsche Wirtschaft erwartet Produktionskürzungen
Niedrigwasser: Institut für deutsche Wirtschaft erwartet Produktionskürzungen / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Wegen des Niedrigwassers im Rhein stehen nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) nun notgedrungen Produktionskürzungen an. "Südlich von Kaub droht jetzt ein komplettes Abschneiden der Transportwege und damit eine Zweiteilung des Rheins", sagte IW-Verkehrsexperte Thomas Puls der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). "Da weder Straße noch Schiene in der Lage sind, die anfallenden Güter aufzunehmen, besteht die wahrscheinlichste Reaktion der Grundstoffindustrien in einer Produktionsreduktion."

Textgröße ändern:

Erste Einschränkungen meldet bereits der Chemiekonzern Covestro: "Aufgrund der akuten Niedrigwasserlage ist der Rohstoff- und Warenverkehr derzeit erheblich eingeschränkt", sagte ein Unternehmenssprecher der "Rheinischen Post". "Dies wirkt sich inzwischen auch auf die Rohstoffversorgung und die Produktion einzelner Betriebe sowie die Lieferung einzelner Produkte aus."

Die Lockerung des Sonntagsfahrverbots für Lastwagen bringt dem Konzernsprecher zufolge nicht wirklich viel. Eine solche Maßnahme könne nur kurzfristig helfen. "Aber die Schiff-Transporte über den Rhein sind auf der Straße praktisch nicht zu kompensieren, denn ein Binnenschiff mit einer Tragfähigkeit von 1500 Tonnen ersetzt circa 60 Lkw", führte der Sprecher an. "Daher lässt sich der Schiffsverkehr nicht vollständig auf die Straße verlagern."

Die großen deutschen Flüsse haben wegen der anhaltenden Trockenheit an vielen Orten Niedrigwasser. Am Rhein wurden am Wochenende in Nordrhein-Westfalen historische Tiefstände gemessen. Die niedrigen Pegelstände stellen die Binnenschifffahrt vor große Probleme, da die Schiffe deutlich weniger Ladung transportieren können. Das erhöht die Transportkosten und belastet vor allem Industriebranchen, die auf Massenguttransporte angewiesen sind.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Medien: Trump will Geheimdienstchef Clayton zum KI-Berater ernennen

US-Präsident Donald Trump will Geheimdienstdirektor Jay Clayton offenbar zu seinem neuen Beauftragten für Künstliche Intelligenz (KI) ernennen. Die Sender CNN, CBS News und andere Medien berichteten am Freitag, Trump werde den 60-Jährigen voraussichtlich in Kürze nominieren.

Studie offenbart Gewinne des niederländischen Königshauses durch Kolonialismus

Der niederländische König Willem-Alexander hat sich am Freitag zutiefst beeindruckt von den Ergebnissen einer Studie über die Profite des Königshauses aus Kolonialismus und Sklaverei gezeigt. Die vom König 2022 in Auftrag gegebene Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass das Königshaus den Kolonialismus über Jahrhunderte als rechtmäßige Quelle der Bereicherung für das Land betrachtete.

Macron: G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl frei

Die G7-Länder haben sich auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl geeinigt. Dies solle in den kommenden vier Monaten geschehen, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron anlässlich einer Videokonferenz der G7-Vertreter zur Energiekrise am Freitag. US-Präsident Donald Trump hatte die europäischen Partner zur Freigabe von Reserven gedrängt, um die Verbraucherpreise zu senken.

Spanisches Parlament lehnt Regierungspläne gegen Wohnungsnot ab 

Das spanische Parlament hat die Vorhaben der Regierung zur Bekämpfung der Wohnungsnot zurückgewiesen. In zwei getrennten Abstimmungen am Freitag verweigerte die Mehrheit der Abgeordneten den beiden vom Kabinett von Ministerpräsident Pedro Sánchez auf den Weg gebrachten Dekreten die erforderliche Zustimmung. In Spanien finden seit Tagen Proteste gegen die hohen Mieten und den Wohnungsmangel statt, die Regierung hatte den Menschen daher Verbesserungen beim Mieterschutz zugesagt.

Textgröße ändern: