Pallade Veneta - Iran-Krieg belastet Reisekonzern Tui - doch die Buchungen ziehen wieder an

Iran-Krieg belastet Reisekonzern Tui - doch die Buchungen ziehen wieder an


Iran-Krieg belastet Reisekonzern Tui - doch die Buchungen ziehen wieder an
Iran-Krieg belastet Reisekonzern Tui - doch die Buchungen ziehen wieder an / Foto: MIGUEL MEDINA - AFP

Der Reisekonzern Tui hat angesichts eines schwierigen Marktumfelds und geopolitischer Unsicherheiten Einbußen bei Umsatz und Gewinn verbucht, zuletzt aber Anzeichen einer Erholung ausgemacht. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres verzeichnete das Unternehmen einen Rückgang der Kunden um drei Prozent auf 9,9 Millionen, wie Tui am Mittwoch mitteilte. In den vergangenen vier Wochen gab es demnach aber wieder einen Aufwärtstrend.

Textgröße ändern:

Die Tourismusbranche ist in diesem Jahr mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert - von steigenden Kerosinpreisen infolge des Iran-Kriegs bis hin zu Hitzewellen und Waldbränden in mehreren europäischen Ländern. "2026 ist kein normales Jahr", hob Tui-Chef Sebastian Ebel hervor und verwies auf "Kriege und Geopolitik" sowie auf Konsumzurückhaltung, wirtschaftliche Schwäche und gestiegene Inflation in europäischen Kernmärkten.

Urlaub wollen die Menschen aber trotzdem machen: "Insbesondere die letzten vier Wochen zeigen, dass das Buchungsverhalten wieder anzieht", erklärte Ebel. Nach Unternehmensangaben stieg die Nachfrage in diesem Zeitraum um sieben Prozent. "Die Menschen reisen, treffen ihre Entscheidung aktuell aber kurzfristiger", fasste Ebel zusammen.

Ein wiederaufflammendes Interesse verzeichnete der in Hannover ansässige Konzern zuletzt an Reisezielen im östlichen Mittelmeerraum. Ab September will Tui zudem wieder Reisen nach Dubai in der Golfregion anbieten, auch wenn Ebel damit rechnet, dass die Nachfrage vorerst gering bleiben werde.

Kreuzfahrten hingegen befinden sich laut Herrn Ebel trotz der geopolitischen Turbulenzen weiterhin im Aufwärtstrend, mit nahezu vollbesetzten Schiffen. "Ohne die Belastungen aus dem Iran-Krieg in Höhe von 40 Millionen Euro wäre das Ergebnis im Segment Kreuzfahrten noch besser ausgefallen", erklärte Tui.

Der Umsatz des Konzerns ging im dritten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 5,6 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro zurück. Das bereinigte Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank auf 235 Millionen Euro, gegenüber 321 Millionen im Vorjahr. Analysten hatten im Vorfeld mit einem leicht höheren Gewinn gerechnet, weswegen der Aktienkurs des Konzerns am Mittwoch unter Druck geriet. An der Ebit-Prognose für das Gesamtjahr hält Tui indes weiter fest: Erwartet werden zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro, nach 1,4 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

Medien: Trump will Geheimdienstchef Clayton zum KI-Berater ernennen

US-Präsident Donald Trump will Geheimdienstdirektor Jay Clayton offenbar zu seinem neuen Beauftragten für Künstliche Intelligenz (KI) ernennen. Die Sender CNN, CBS News und andere Medien berichteten am Freitag, Trump werde den 60-Jährigen voraussichtlich in Kürze nominieren.

Studie offenbart Gewinne des niederländischen Königshauses durch Kolonialismus

Der niederländische König Willem-Alexander hat sich am Freitag zutiefst beeindruckt von den Ergebnissen einer Studie über die Profite des Königshauses aus Kolonialismus und Sklaverei gezeigt. Die vom König 2022 in Auftrag gegebene Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass das Königshaus den Kolonialismus über Jahrhunderte als rechtmäßige Quelle der Bereicherung für das Land betrachtete.

Macron: G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl frei

Die G7-Länder haben sich auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl geeinigt. Dies solle in den kommenden vier Monaten geschehen, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron anlässlich einer Videokonferenz der G7-Vertreter zur Energiekrise am Freitag. US-Präsident Donald Trump hatte die europäischen Partner zur Freigabe von Reserven gedrängt, um die Verbraucherpreise zu senken.

Spanisches Parlament lehnt Regierungspläne gegen Wohnungsnot ab 

Das spanische Parlament hat die Vorhaben der Regierung zur Bekämpfung der Wohnungsnot zurückgewiesen. In zwei getrennten Abstimmungen am Freitag verweigerte die Mehrheit der Abgeordneten den beiden vom Kabinett von Ministerpräsident Pedro Sánchez auf den Weg gebrachten Dekreten die erforderliche Zustimmung. In Spanien finden seit Tagen Proteste gegen die hohen Mieten und den Wohnungsmangel statt, die Regierung hatte den Menschen daher Verbesserungen beim Mieterschutz zugesagt.

Textgröße ändern: