Pallade Veneta - SPD bemüht sich um Entspannung in Koalitionsstreit um Gasumlage

SPD bemüht sich um Entspannung in Koalitionsstreit um Gasumlage


SPD bemüht sich um Entspannung in Koalitionsstreit um Gasumlage
SPD bemüht sich um Entspannung in Koalitionsstreit um Gasumlage / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Vor der am Dienstag beginnenden Kabinettsklausur bemüht sich die SPD um Entspannung im Koalitionsstreit um die Gasumlage. SPD-Chef Lars Klingbeil relativierte seine scharfe Kritik an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Die angekündigte Überarbeitung der Gasumlage sei "der richtige Weg", sagte Klingbeil am Montag. Druck auf Habeck kam weiter von der FDP. Fraktionschef Christian Dürr forderte den Minister auf: "Handwerkliche Fehler sollten bis zur Kabinettsklausur beseitigt werden."

Textgröße ändern:

Wichtig sei, dass die Regierung "die Kraft" habe, "Fehlentwicklungen" zu benennen und zu korrigieren, sagte Klingbeil im ARD-"Morgenmagazin". Der SPD-Chef stellte sich zugleich hinter die gemeinsam vereinbarte Umlage: Er finde den Ansatz zur Stabilisierung der Versorgungssicherheit nach wie vor "richtig".

Am Wochenende hatte Klingbeil dem Bundeswirtschaftsminister nicht nur "handwerkliche Fehler" vorgeworfen. Er konstatierte zugleich, dass Habeck mit seinem Kommunikationsstil "in der Öffentlichkeit gut ankommt". In der Politik zählten aber "nicht nur schöne Worte", es müsse die Substanz stimmen, hatte der SPD-Chef den Koalitionspartner ermahnt.

Dass Habeck eine Überarbeitung angekündigt habe, sei "das richtige Signal", sagte Klingbeil am Montag. Notfalls könne auch der Bundestag noch Dinge stoppen. "Aber so weit muss es nicht kommen."

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich verwies im Deutschlandfunk darauf, dass solche Gesetzentwürfe im Bundestag und nicht im Kabinett beschlossen würden. Es gehe darum, "dass wir natürlich am Ende solche Gesetzentwürfe prüfen und auch anpassen", betonte er mit Blick auf das Parlament. Mützenich bestätigte, es solle verhindert werden, dass Unternehmen mit Gewinnen die Umlage auch bekommen.

Vize-Regierungssprecherin Christiane Hoffmann sagte in Berlin, die Umlage sei "das richtige Instrument", um systemrelevante Gasversorger zu stabilisieren. Es gehe nun nur darum, rechtssichere Präzisierungen zu finden, damit nicht auch Unternehmen von der Umlage profitierten, die keine Hilfe benötigten.

Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann wies die Kritik an Habeck zurück. "In einer so krisenhaften Zeit ist man gefordert, gemeinsam getroffene Entscheidungen auch gemeinsam zu vertreten", sagte sie den RND-Zeitungen vom Montag. "Es war der Kanzler, der die Gasumlage und weitere notwendige Entlastungen am 22. Juli für die ganze Bundesregierung angekündigt hat", betonte Haßelmann mit Blick auf Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).

FDP-Fraktionschef Christian Dürr forderte Habeck in der "Bild"-Zeitung auf, "handwerkliche Fehler" bis zur Kabinettsklausur zu beseitigen. Die Gasumlage dürfe "keinesfalls zu Extrarenditen bei Unternehmen führen", fügte Dürr hinzu. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner sagte der Zeitung, die Kabinettsklausur sei "der richtige Ort und der richtige Zeitpunkt, um die Gas-Umlage neu zu verhandeln".

FDP-Parlamentsgeschäftsführer Stephan Thomae sagte der "Augsburger Allgemeinen": "Die Gasumlage ist in ihrer jetzigen Form viel zu undifferenziert und muss dringend nachgebessert werden." Er fügte hinzu: "Die Uhr tickt, Bundeswirtschaftsminister Habeck muss schnell für eine Korrektur sorgen."

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) rief die Ampel-Partner im Streit um die Gasumlage zur Ordnung. "Was Bürgerinnen und Bürger jetzt echt nicht hören wollen, sind irgendwelche Meinungskundgebungen, die zwischen Parteien stattfinden", sagte Weil dem Portal "The Pioneer". Es sei "für die Politik lohnenswert", gerade in solchen Zeiten "sehr diszipliniert zu sein".

Die Gasumlage soll Firmen entlasten, die wegen gedrosselter Lieferungen aus Russland anderswo teuer Gas einkaufen müssen, um ihre Verträge zu erfüllen. Dies soll Firmenpleiten und Lieferausfälle verhindern. Privathaushalte und Unternehmen sollen die Umlage von gut 2,4 Cent pro Kilowattstunde ab Oktober zahlen, wobei die Mehrwertsteuer auf den Gasverbrauch auf sieben Prozent sinken soll.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Trump bestätigt Ernennung von Geheimdienstchef Clayton zum KI-Berater

US-Präsident Donald Trump hat die Ernennung des GeheimdienstdirektorsJay Clayton zu seinem neuen Beauftragten für Künstliche Intelligenz (KI) bestätigt. Trump schrieb am Sonntag auf seiner Onlineplattform Truth Social, Clayton solle in dieser Rolle die Anstrengungen koordinieren, damit die USA "weiterhin die Welt bei der Superintelligenz anführen". Die KI wird von Trump neuerdings als "Superintelligenz" bezeichnet.

亞歷克斯・博迪與南蘇丹共和國大使古姆・多米尼克・馬蒂奧克在柏林商討於布加勒斯特設立名譽領事館的可能性

羅馬尼亞企業家亞歷克斯・博迪(Alex Bodi,41歲)與南蘇丹大使古姆・多米尼克・馬蒂奧克・馬蒂奧克(Gum Dominic Matiok Matiok,60歲)於2026年9月27日在柏林麗思卡爾頓飯店,商討在布加勒斯特設立南蘇丹共和國名譽領事館事宜。構想中的領事聯絡機構有望促進兩國交流,並擬由博迪出任名譽領事。

Ab November "dauerhaft": Deutsche Bahn verlängert für Ferien eingeführtes Familienticket

Das zunächst nur für einen begrenzten Zeitraum im Sommer eingeführte Familienticket der Deutschen Bahn soll ab November dauerhaft angeboten werden. "Wir haben uns entschieden, das Familienticket, das wir zunächst zeitweise für die Sommerferien eingeführt hatten, dauerhaft ins Sortiment aufzunehmen", sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla der "Bild am Sonntag". Eine Hin- und Rückfahrt für Familien kostet in dem Tarif 99,99 Euro inklusive ICE-Reservierung.

Nach Scheitern von Wohnungsgesetz in Spanien: Zehntausende demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum

Nach dem Nein des spanischen Parlaments zu einem Regulierungspaket gegen die Wohnungsnot haben am Samstag erneut zehntausende Menschen im Land für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. In Madrid zogen mehrere Demonstrationszüge durch das Stadtzentrum. Auf einem großen Transparent stand "Auf zum Generalstreik". Nach Behördenangaben beteiligten sich alleine in der Hauptstadt 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000.

Textgröße ändern: