Pallade Veneta - VW-Chef Blume zu möglichen Stellenstreichungen: "Etwa die Hälfte" in Deutschland

VW-Chef Blume zu möglichen Stellenstreichungen: "Etwa die Hälfte" in Deutschland


VW-Chef Blume zu möglichen Stellenstreichungen: "Etwa die Hälfte" in Deutschland
VW-Chef Blume zu möglichen Stellenstreichungen: "Etwa die Hälfte" in Deutschland / Foto: Pedro PARDO - AFP

Der Volkswagen-Konzern will die Hälfte von möglicherweise rund 50.000 zu streichenden Stellen in Deutschland abbauen. "Aus heutiger Sicht entfällt etwa die Hälfte des Anpassungsbedarfs auf Deutschland, die andere international - in insgesamt rund 170 Gesellschaften", sagte Konzernchef Oliver Blume nach Angaben des Unternehmens am Dienstag bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg. Der Vorstand werde "auch künftig so weit wie möglich auf freiwillige Personalinstrumente setzen".

Textgröße ändern:

Blume nannte etwa Renteneintritte, einvernehmliche Vereinbarungen, "natürliche Fluktuation sowie eine restriktive Einstellungspolitik". Auch solle die Altersteilzeit "für weitere Jahrgänge" geöffnet werden, fuhr er fort. "Die konkreten Schritte werden wir mit den Arbeitnehmervertretern beraten."

Der Konzernchef bekräftigte dabei, dass die "häufig genannte Zahl von rund 50.000 Stellen" weltweit "keine Zielgröße" sei. "Sie ist eine theoretische Rechengröße - abgeleitet von unseren Kosten. Heute liegen wir rund 30 Prozent über dem Durchschnitt vergleichbarer Unternehmen", gab Blume weiter an. Der Konzernvorstand stehe "geschlossen hinter dem Zukunftsplan".

Im Juli hatten zunächst Medien tagelang über mögliche Stellenstreichungen in dem Konzern sowie Standortschließungen berichtet. Blume sagte nun, das Ziel sei es, "in den nächsten sechs bis zwölf Monaten belastbare Perspektiven für alle Standorte zu schaffen". "Für Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm können wir heute noch keine wettbewerbsfähige Belegung für die 2030er-Jahre darstellen", wiederholte er. "Das heißt aber nicht, dass Werksschließungen beschlossen sind. Sie sind immer die letzte und teuerste Lösung."

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Autoindustrie fordert von Gewerkschaften mehr Veränderungsbereitschaft

Mit Blick auf den von der IG Metall ausgerufenen Aktionstag am Montag fordert die Autoindustrie von den Arbeitnehmervertretern mehr Veränderungsbereitschaft. Wer sich dem trotz der aktuellen Krise verweigere, "verleugnet die Realität", schrieb die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" (Sonntag). Der internationale Wettbewerb erfordere Veränderungen von allen.

EY: Deutsche Autokonzerne im Sinkflug

Mit der deutschen Autoindustrie geht es weiter bergab. Eine am Sonntag veröffentlichte Untersuchung der Beratungsfirma EY attestiert den deutschen Herstellern entgegen dem Markttrend sinkende Umsätze, einen Gewinneinbruch und "Margen im Sinkflug". Demnach bricht Volkswagen, BMW und Mercedes weiterhin weitgehend ungebremst das wichtige China-Geschäft weg.

Wirtschaftsweise Grimm nennt neuen Tankrabatt "zynisch"

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat die Entscheidung der Bundesregierung für einen neuen Tankrabatt scharf kritisiert. Es sei "zynisch", auf Kosten der jungen Generation das Fahren von Autos mit Verbrennungsmotor zu subventionieren, sagte die Ökonomin dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Sonntagsausgabe).

Bericht: Geheime Technik von US-Tarnkappenjet F-35 nach Hongkong umgeleitet

Geheime Technik des hochmodernen US-Tarnkappenjets F-35 ist einem Medienbericht zufolge womöglich China in die Hände gefallen. Die Plattform Politico berichtete am Freitag, dass eine Ladung mit Teilen des Flugzeugs, darunter die Cockpithaube mit der Tarnkappentechnologie, auf dem Weg von Australien in die USA nach Hongkong umgeleitet wurde und seither als vermisst gilt. Der Tarnkappen-Jet F-35 gilt als das modernste Kampfflugzeug der Welt, erst am Freitag nahm Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) den ersten Jet für die Bundeswehr in Empfang.

Textgröße ändern: