Pallade Veneta - VW-Chef Blume stellt Belegschaft in Emden auf Einschnitt ein - Schließung möglich

VW-Chef Blume stellt Belegschaft in Emden auf Einschnitt ein - Schließung möglich


VW-Chef Blume stellt Belegschaft in Emden auf Einschnitt ein - Schließung möglich
VW-Chef Blume stellt Belegschaft in Emden auf Einschnitt ein - Schließung möglich / Foto: Pedro PARDO - AFP

Der Vorstandsvorsitzende des Volkswagen-Konzerns, Oliver Blume, hat die Beschäftigen im Werk im ostfriesischen Emden auf harte Einschnitte eingestellt. In dem Werk seien bereits die Kosten gesenkt worden, doch "der Weg ist noch nicht zu Ende", sagte Blume am Mittwoch bei einer Betriebsversammlung an dem Standort. Mittelfristig steht auch eine Werksschließung zur Debatte, wie der Konzernchef andeutete.

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"Wir messen uns nicht nur mit uns selbst. Wir messen uns mit den besten Standorten Europas - mit dem Ziel, dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit unseres Konzerns zu sichern", führte Blume aus. "Die Arbeitskosten liegen heute bei mehr als dem Doppelten vergleichbarer europäischer Standorte. Und auch bei den Fabrikkosten liegen andere Werke noch deutlich günstiger."

Erneut zählte Blume die VW-Werke Emden, Hannover und Zwickau sowie das Audi-Werk in Neckarsulm auf, für die es ab 2030 noch keine Aufträge gebe. "Das heißt aber nicht, dass Werksschließungen beschlossen sind. Sie sind immer die letzte und teuerste Lösung", ergänzte er. Sollte eine Weiterführung der Standorte nicht möglich sein, "dann endet unsere Verantwortung nicht. Wir kämpfen um industrielle Perspektiven und um Beschäftigung für unsere Standorte."

Volkswagen steckt wie auch andere deutsche Autobauer in der Krise. Die Verkäufe von Elektroautos nehmen zwar an Fahrt auf, die Gewinnmargen sind dort jedoch kleiner. Zugleich belasten die Zölle der US-Regierung und vor allem das wegbrechende Geschäft in China die Unternehmen.

Blume hat deshalb weitere Sparbemühungen angekündigt und weitere 50.000 Stellenstreichungen in den Raum gestellt, die Hälfte davon in Deutschland. In dieser Woche finden in den Werken des Konzerns Betriebsversammlungen statt, bei denen der Konzernvorstand sich den Fragen der Beschäftigten stellt. Am Dienstag in Wolfsburg schlug dem Konzernchef dabei viel Kritik entgegen.

In Emden kündigte Blume am Mittwoch auch Einschnitte für das Konzernmanagement an: Dort würde "ein Viertel der Stellen" abgebaut. "Alle Bereiche müssen ihren Teil beitragen; es ist ein Kraftakt, der nur gemeinsam gelingen kann." Von Ostfriesland aus flog Blume am Mittwoch weiter ins sächsische Zwickau.

G.Riotto--PV

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