Pallade Veneta - FMCH fordert Moratorium für Tardoc-Höchstgrenze

FMCH fordert Moratorium für Tardoc-Höchstgrenze


FMCH fordert Moratorium für Tardoc-Höchstgrenze
FMCH fordert Moratorium für Tardoc-Höchstgrenze

Die Fachärztekammer der Schweiz (FMCH) hat den Bundesrat aufgefordert, die Einführung einer Höchstgrenze für die täglichen Taxpunkte im Tardoc vorerst auszusetzen. Der Verband argumentiert, dass die aktuellen Instrumente bereits ausreichen und eine Neubewertung der Infrastrukturkosten Vorrang haben muss.

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Der Dachverband der invasiv tätigen Mediziner, die FMCH, hat den Bundesrat aufgefordert, die geplante Arbeitszeit-Höchstgrenze im Tardoc vorerst auszusetzen. Die Fachärztekammer argumentiert, dass die heutigen Instrumente zur Kostenkontrolle bereits ausreichen und eine Neuregelung nicht notwendig sei.

Ein zentrales Anliegen der FMCH ist ein Moratorium für weitere Tarifdeckel, bis die zugrundeliegenden Bewertungen geprüft sind. Der Verband warnt davor, dass neue Beschränkungen ohne klare Folgenabschätzung die medizinische Versorgung gefährden könnten. Stattdessen fordert die FMCH eine Priorisierung: Erst müsse die Infrastrukturpauschale neu bewertet werden, um die wahren Kosten der Praxisführung abzubilden.

Kritik gibt es auch an der aktuellen Vergütungsstruktur. Ein erheblicher Teil der ärztlichen Leistungen diene heute dazu, andere Praxiskosten zu finanzieren, statt echte medizinische Arbeit zu honorieren. Der Aargauische Ärzteverband legt Daten vor, die zeigen, dass den Praxen bei der Infrastrukturpauschale rund 30 Prozent fehlen. Die Vergütungen für ärztliche Leistungen könnten diesen Mangel nicht ersetzen.

Während die FMCH auf bestehende Kontrollmechanismen verweist, sieht ein Waadtländer SP-Politiker im Taxpunkt-Deckel ein notwendiges Korrektiv gegen überholte Tarifpositionen und wachsende Einkommensunterschiede zwischen Fachgebieten. Die zuständigen Gremien sollen die Lage bald erneut beurteilen.

Parallel dazu entwickeln sich weitere gesundheitspolitische Fragen. In den USA wird erstmals diskutiert, KI-Analysen als eigene medizinische Leistung abzurechnen. Dies könnte das Gesundheitswesen grundlegend prägen. Zudem kritisiert die Eidgenössische Finanzkontrolle ein Millionenproblem in der Abrechnung, wobei die Schlagzeilen eine einseitige Darstellung liefern.

Auch in der Physiotherapie führt die neue Tarifstruktur zu Unmut. 35'000 Unterschriften belegen den Widerstand in der Branche. Die FMCH bleibt indes bei ihrer Forderung: Keine weiteren Deckel, bevor die Basisdaten stimmen.

H.Lagomarsino--PV

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