Pallade Veneta - Betriebsräte im Schiffbau sehen Aufschwung bei Werften - vor allem Marineschiffbau

Betriebsräte im Schiffbau sehen Aufschwung bei Werften - vor allem Marineschiffbau


Betriebsräte im Schiffbau sehen Aufschwung bei Werften - vor allem Marineschiffbau
Betriebsräte im Schiffbau sehen Aufschwung bei Werften - vor allem Marineschiffbau / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Die Geschäftsaussichten der norddeutschen Werften sind nach einer Umfrage unter Betriebsräten äußerst vielversprechend. Die Befragten erwarteten für die kommenden zwölf Monate 1700 neue Arbeitsplätze, teilte die IG Metall Küste am Donnerstag mit. Die Auftragsbücher vieler Werften seien gut gefüllt. Vor allem der Marineschiffbau treibt demnach die positive Entwicklung voran.

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Die Betriebsräte erwarten für die Werften im laufenden Jahr eine durchschnittliche Auslastung von 90 Prozent - wie schon 2025. Für das kommende Jahr rechnen die Betrieb mit 94 Prozent Auslastung und 2028 mit 100 Prozent. "Bereits heute arbeitet etwa die Hälfte der befragten Betriebe mit einer Auslastung von 100 Prozent oder mehr", erklärte die Gewerkschaft.

Hatten im Vorjahr noch neun Prozent der Betriebsräte einen Rückgang der Aufträge erwarten, rechnete nun niemand mehr damit. "Der Schiffbau hat so gute Perspektiven wie seit Langem nicht mehr", erklärte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Daniel Friedrich.

Friedrich warnte zugleich, dass Deutschland "seine maritime Industrie nicht einseitig ausrichten" dürfe. Denn der Aufschwung ist vor allem auf den Marineschiffbau zurückzuführen: Der militärische Bereich macht den Angaben nach mehr als die Hälfte des Branchenumsatzes aus. Es brauche auch "langfristige Perspektiven für den zivilen Schiffbau, für Offshore-Energie und klimafreundliche maritime Technologie", erklärte Friedrich.

Ihm zufolge kommt es jetzt darauf an, "ausreichend Fachkräfte zu gewinnen und die Ausbildung weiter auszubauen". Fachkräftemangel ist laut Umfrage weiterhin eines der größten Probleme der Branche. Gleichzeitig würden weiterhin rund 1100 Leiharbeitsbeschäftigte eingesetzt. "Wer dauerhaft Fachkräfte sucht, muss Perspektiven schaffen. Dazu gehören Tarifbindung, gute Arbeitsbedingungen und die Übernahme von Leiharbeitsbeschäftigten in reguläre Beschäftigung", mahnte Friedrich.

Die IG Metall Küste veröffentlicht ihre jährliche Schiffbauumfrage seit 1991. Befragt wurden in diesem Jahr den Angaben nach Betriebsräte aus 41 Schiffbauunternehmen mit insgesamt 17.141 Beschäftigten von der WMP consult. Vertreten waren Betriebsräte sowohl aus dem militärischen als auch dem zivilen Schiffbau.

A.Tucciarone--PV

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