Pallade Veneta - Quallenplage in Frankreich führt erneut zu Abschaltung von Atomreaktoren

Quallenplage in Frankreich führt erneut zu Abschaltung von Atomreaktoren


Quallenplage in Frankreich führt erneut zu Abschaltung von Atomreaktoren
Quallenplage in Frankreich führt erneut zu Abschaltung von Atomreaktoren / Foto: Sameer Al-DOUMY - AFP/Archiv

Das größte Atomkraftwerk Europas im nordfranzösischen Gravelines ist erneut Opfer einer hitzebedingten Quallenplage: Zwei Reaktoren wurden vom Netz genommen, weil zahlreiche Quallen das Filtersystem zu verstopfen drohten, wie der Energiekonzern EDF am Donnerstag mitteilte. Zwei weitere Reaktoren wurden deswegen gedrosselt.

Textgröße ändern:

Damit funktioniert derzeit keiner der insgesamt sechs Reaktoren des Atomkraftwerks zwischen Calais und Dünkirchen normal. Ein weiterer Reaktor ist seit der vorherigen Quallenplage noch abgeschaltet, ein anderer wird derzeit gewartet. "Es gibt keine Auswirkungen auf die Sicherheit der Anlagen", versicherte EDF der AFP.

Hitze, Dürre und Quallen hatten Mitte August etwa ein Fünftel der Atomstromproduktion in Frankreich lahmgelegt. Die vielen Quallen an der Küste Nordfrankreichs sind ein regelmäßiges und saisonbedingtes Phänomen. Der Klimawandel und der damit verbundene Anstieg der Meerestemperaturen tragen zur weltweiten Vermehrung der Quallen bei.

Frankreich deckt rund 70 Prozent seines Strombedarfs durch Kernkraftwerke. Insgesamt verfügt das Land über 57 Reaktoren. Während der Hitzewellen wurden mehrere Reaktoren abgeschaltet, um durch das erwärmte Kühlwasser die Temperatur der Flüsse nicht weiter zu erhöhen.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Medien: Trump will Geheimdienstchef Clayton zum KI-Berater ernennen

US-Präsident Donald Trump will Geheimdienstdirektor Jay Clayton offenbar zu seinem neuen Beauftragten für Künstliche Intelligenz (KI) ernennen. Die Sender CNN, CBS News und andere Medien berichteten am Freitag, Trump werde den 60-Jährigen voraussichtlich in Kürze nominieren.

Studie offenbart Gewinne des niederländischen Königshauses durch Kolonialismus

Der niederländische König Willem-Alexander hat sich am Freitag zutiefst beeindruckt von den Ergebnissen einer Studie über die Profite des Königshauses aus Kolonialismus und Sklaverei gezeigt. Die vom König 2022 in Auftrag gegebene Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass das Königshaus den Kolonialismus über Jahrhunderte als rechtmäßige Quelle der Bereicherung für das Land betrachtete.

Macron: G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl frei

Die G7-Länder haben sich auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl geeinigt. Dies solle in den kommenden vier Monaten geschehen, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron anlässlich einer Videokonferenz der G7-Vertreter zur Energiekrise am Freitag. US-Präsident Donald Trump hatte die europäischen Partner zur Freigabe von Reserven gedrängt, um die Verbraucherpreise zu senken.

Spanisches Parlament lehnt Regierungspläne gegen Wohnungsnot ab 

Das spanische Parlament hat die Vorhaben der Regierung zur Bekämpfung der Wohnungsnot zurückgewiesen. In zwei getrennten Abstimmungen am Freitag verweigerte die Mehrheit der Abgeordneten den beiden vom Kabinett von Ministerpräsident Pedro Sánchez auf den Weg gebrachten Dekreten die erforderliche Zustimmung. In Spanien finden seit Tagen Proteste gegen die hohen Mieten und den Wohnungsmangel statt, die Regierung hatte den Menschen daher Verbesserungen beim Mieterschutz zugesagt.

Textgröße ändern: