Pallade Veneta - Insolvenz der Bäckerei Michely: Fast 100 Jobs in Gefahr

Insolvenz der Bäckerei Michely: Fast 100 Jobs in Gefahr


Insolvenz der Bäckerei Michely: Fast 100 Jobs in Gefahr
Insolvenz der Bäckerei Michely: Fast 100 Jobs in Gefahr

Die Bäckerei Michely mit Sitz in Schleswig-Holstein hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen betrieb neun Filialen in Hamburg, Neumünster und dem Kreis Segeberg. Fast 100 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen, doch der Insolvenzverwalter hofft auf eine Sanierung.

Textgröße ändern:

Die Bäckerei Michely aus Schleswig-Holstein hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen, das neun Filialen in Hamburg, Neumünster und dem Kreis Segeberg betrieb, ist damit der nächste Betrieb in einer Region, die von einer Welle von Insolvenzen im Bäckerhandwerk betroffen ist. Fast 100 Mitarbeiter bangen um ihre berufliche Zukunft.

Das Unternehmen wurde im Jahr 2003 von Torben und Maren Michely gegründet. Aus einem kleinen Handwerksbetrieb entwickelte sich ein regionales Netz aus Bäckereien und Cafés. Das Herzstück der Produktion liegt in Stuvenborn. Die Insolvenz wurde zunächst von den Kieler Nachrichten gemeldet.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Thilo Streck sieht die Ursachen für das Scheitern in veränderten Marktbedingungen. „Das Kaufverhalten hat sich verändert. Die Leute geben nicht mehr so gerne Geld aus“, erklärte der Sanierungsexperte. Gleichzeitig seien die Kosten für Energie und Rohstoffe stark gestiegen. Besonders seit Beginn des Ukraine-Kriegs habe sich der Mehlpreis deutlich erhöht.

Hinzu komme der Wettbewerb durch Discount-Supermärkte wie Aldi, Lidl oder Netto, die günstigere Backwaren anbieten. Trotz dieser schwierigen Lage sieht Streck Chancen für eine Rettung des Unternehmens. „Es handelt sich um einen guten Betrieb mit einer motivierten Mannschaft“, sagte er zu BILD. Die Aussichten für einen Weiterbetrieb seien gut.

Für die Beschäftigten war die Nachricht ein Schock. Noch ist unklar, ob alle Jobs erhalten werden können. Streck betonte jedoch: „Den Abbau von vielen Stellen sehe ich jedenfalls nicht, sollte es zu einer Lösung kommen.“ Vorerst läuft der Betrieb an allen Standorten weiter. Die Filialen und Cafés bleiben geöffnet, Brot, Brötchen und Kuchen werden weiterhin verkauft.

Die Krise der Bäckereien ist längst kein Einzelfall mehr. Trotz jahrhundertealter Backtradition kämpfen viele Betriebe in Deutschland ums Überleben. Eine Insolvenz-Welle bedroht immer mehr Bäcker. Allein im ersten Halbjahr 2026 gingen 63 Bäckereien pleite.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

EU-Handelskammer: Chinas Exportboom "nicht tragbar" - dennoch kein Ende in Sicht

Vertreter von EU-Unternehmen in China halten die anhaltende Schwäche des Landes beim inländischen Konsum und den zum Teil daraus resultierenden Exportboom für zunehmend problematisch. "Der derzeitige Kurs ist nicht tragbar", sagte der Präsident der EU-Handelskammer in Peking, Jens Eskelund, am Dienstag. Zugleich sehe er "keinerlei Anzeichen" dafür, dass sich an dem massiven Ungleichgewicht mittelfristig etwas ändert.

Verhandlungsdurchbruch: EU und Philippinen wollen Freihandelsabkommen schließen

Die EU und die Philippinen haben in ihren Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen einen Durchbruch erzielt. Beide Seiten hätten sich darauf geeinigt, die Zölle auf zahlreiche Produkte zu senken oder abzuschaffen, sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic am Dienstag in Brüssel. Das Abkommen geht nun in die juristische Detailarbeit und soll "in den kommenden Monaten" formal unterzeichnet werden.

Flensburg-Ranking: Porsche-Fahrer haben mit Abstand die meisten Punkte

Dem Flensburg-Ranking des Vergleichsportals Verivox zufolge sind Porsche-Fahrer mit Abstand die schlimmsten Verkehrssünder. Wer einen Porsche fährt, hat demnach zu 71 Prozent häufiger Punkte in Flensburg als der Durchschnitt, wie Verivox am Dienstag mitteilte. Das Vergleichsportal basiert seine Auswertung auf den Angaben von Verbraucherinnen und Verbrauchern, die über Verivox eine Kfz-Versicherung abschließen.

Durchbruch in Verhandlungen über EU-Freihandelsabkommen mit den Philippinen

Die EU und die Philippinen haben in ihren Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen einen Durchbruch erzielt. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic und die philippinische Handelsministerin Cristina Roque sprachen in einer gemeinsamen Erklärung in der Nacht zum Dienstag von einem "wichtigen Meilenstein für beide Seiten". Das Abkommen soll demnach "in den kommenden Monaten" formal unterzeichnet werden.

Textgröße ändern: