Pallade Veneta - "Überraschend stark aufgehellt": Stimmung im Mittelstand deutlich verbessert

"Überraschend stark aufgehellt": Stimmung im Mittelstand deutlich verbessert


"Überraschend stark aufgehellt": Stimmung im Mittelstand deutlich verbessert
"Überraschend stark aufgehellt": Stimmung im Mittelstand deutlich verbessert / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP/Archiv

In der deutschen Wirtschaft hat zunehmend wieder Optimismus Konjunktur: Im August habe sich die Stimmung in den mittelständischen Unternehmen "überraschend stark aufgehellt", teilte die Förderbank KfW am Dienstag mit. Das Mittelstandsbarometer der KfW und des Münchner Ifo-Instituts stieg demnach den vierten Monat in Folge an. Die aktuelle Geschäftslage verbessere sich merklich, erklärte die KfW. "Noch stärker" hätten sich die Aussichten aufgehellt.

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In viele Unternehmen kehre eine "vorsichtige Zuversicht" zurück, erklärte KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher. "Sie schauen positiver als noch vor einigen Monaten auf ihre aktuelle Lage und künftige Geschäftsentwicklung", erläuterte er. "Die wirtschaftliche Entwicklung geht in die richtige Richtung."

Laut dem Mittelstandsbarometer liegt das Geschäftsklima mit minus 12,5 Punkten zwar noch immer im negativen Bereich. Allerdings sei es im August um "beachtliche" 4,5 Zähler aufwärts gegangen, erklärte die KfW. Getragen worden sei diese Positiventwicklung "sowohl von einer verbesserten Bewertung der aktuellen Lage als auch noch stärker von deutlich optimistischeren Erwartungen an die Geschäftsentwicklung auf Sicht von sechs Monaten".

Für die Erhebung befragt wurden rund 9500 Unternehmen aus allen relevanten Wirtschaftsbereichen, differenziert nach Unternehmensgrößen. Bei den Großunternehmen sei der Geschäftsklimaindex mit 4,9 Zählern sogar noch stärker als der des Mittelstands gestiegen, führte die KfW aus. Vor allem die Exporterwartungen ziehen demnach stark an.

Die Förderbank hob hervor, dass laut Ifo-Institut "die deutschen Ausfuhren in die EU boomen und dass besonderer Export-Optimismus unter den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen herrscht". Dies dürfe "ein Hinweis sein, dass der weltweite Boom bei KI-Ausrüstungen auch Deutschland erfasst hat und sich in der Digitalisierungsbranche bei der – ohnehin schon guten – Auftragslage immer stärker bemerkbar macht".

Die deutsche Wirtschaft habe sich in diesem Jahr "deutlich robuster gezeigt als erwartet", fasste Schumacher zusammen. Die Unternehmen hätten "die Auswirkungen der Nahost-Konflikte und der handelspolitischen Reibereien besser verkraftet als zu befürchten gewesen war".

A.dCosmo--PV

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