Pallade Veneta - Speicherbetreiber fordern Vergünstigungen für mehr Gaseinspeicherung

Speicherbetreiber fordern Vergünstigungen für mehr Gaseinspeicherung


Speicherbetreiber fordern Vergünstigungen für mehr Gaseinspeicherung
Speicherbetreiber fordern Vergünstigungen für mehr Gaseinspeicherung / Foto: Christof STACHE - AFP

Die Betreiber von Gasspeichern in Deutschland haben Vergünstigungen für ihr Geschäft gefordert, um die Speicherstände zu erhöhen. "Die aktuellen Marktbedingungen setzen keine ausreichenden wirtschaftlichen Anreize für die Gasspeicherbefüllung", erkärte die Initiative Energien Speichern (Ines) am Donnerstag. Kurzfristig könnten daher die Konvertierungsumlage und die Netzentgelte an Speicheranschlusspunkten abgeschafft werden.

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"Die Preisdifferenzen zwischen Ein- und Ausspeicherung reichen derzeit nicht aus, um die damit verbundenen Kosten zu decken", erklärte der Interessenverband weiter. Wegen der hohen Preise am Weltmarkt infolge des Iran-Kriege und der Sperrung der Straße von Hormus wird kaum Gas für den Winter eingespeichert. Im Schnitt waren die deutschen Speicher zuletzt zu gut 53 Prozent gefüllt.

Neben Kostensenkungen über die Abschaffung von Gebühren könnten laut Ines auch "vergünstigte staatliche Kredite" helfen, um die Finanzierungskosten für einzuspeicherndes Gas zu reduzieren. "Versorgungssicherheit braucht wirtschaftlich tragfähige Gasspeicher", erklärte Ines-Geschäftsführer Sebastian Heinermann. "Deshalb müssen wir jetzt vermeidbare Kosten senken und gezielt Anreize für zusätzliche Befüllung schaffen."

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) steht wegen der geringen Speicherstände unter Druck. Einen staatlichen Eingriff lehnt sie aber ab. Ihr Ministerium sieht keine Anzeichen für eine Gasmangellage im Winter, insbesondere weil Deutschland anders als in der Gaskrise 2022 inzwischen über eigene Flüssigerdgasimportterminals verfügt, um laufend Gas zu importieren. Allerdings steht zu befürchten, dass die Preise im Winter deutlich steigen.

J.Lubrano--PV

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