Pallade Veneta - Weiterhin viele Insolvenzen großer Unternehmen in Deutschland

Weiterhin viele Insolvenzen großer Unternehmen in Deutschland


Weiterhin viele Insolvenzen großer Unternehmen in Deutschland
Weiterhin viele Insolvenzen großer Unternehmen in Deutschland / Foto: JENS SCHLUETER - AFP

Im vergangenen Jahr ist eine Rekordzahl großer Unternehmen in Deutschland pleite gegangen - und der Trend hält an. Im ersten Halbjahr meldeten 33 Unternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz Insolvenz an, wie der Kreditversicherer Allianz Trade am Freitag mitteilte. Das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

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Im vergangenen Jahr waren - mit zeitlicher Konzentrierung auf die zweite Jahreshälfte - insgesamt 94 Großunternehmen pleite gegangen. Das war der bislang höchste Wert seit Beginn der Auswertung im Jahr 2015. Bereits 2024 waren es mit 87 verhältnismäßig viele gewesen.

"Es gibt auch 2026 keine Verschnaufpause bei den Großinsolvenzen", erklärte Milo Bogaerts, Chef für die DACH-Region aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei Allianz Trade. "Der Negativtrend aus dem Vorjahr verfestigt sich. Das ist ein Warnsignal für die deutsche Wirtschaft. Es zeigt, dass der Anpassungsdruck in vielen Branchen weiterhin enorm ist."

Es bestehe zudem das Risiko von "Dominoeffekten" entlang der Lieferketten, erklärte Bogaerts weiter. "Großunternehmen stehen häufig im Zentrum komplexer Wertschöpfungsketten. Fällt ein Marktteilnehmer dieser Größenordnung aus, geraten oftmals auch Zulieferer, Dienstleister und andere Geschäftspartner unter Druck."

Besonders betroffen war im im ersten Halbjahr die Automobilbranche mit sieben Großinsolvenzen. Zudem gab es im Einzelhandel fünf Fälle und im Maschinenbau und im Dienstleistungsbereich jeweils vier.

Der durchschnittliche Umsatz der insolventen Großunternehmen ging allerdings im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. Es waren also im Schnitt etwas kleinere Unternehmen betroffen.

Die seit einiger Zeit zahlreichen Großinsolvenzen sind kein allein deutscher Trend. Die Zahl der weltweiten Fälle stieg zuletzt ähnlich stark. "Im ersten Halbjahr 2026 registrierte Allianz Trade weltweit insgesamt 247 Großinsolvenzen", erklärte der Kreditversicherer. "Das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum." Westeuropa ist demnach besonders betroffen.

R.Zaccone--PV

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