Pallade Veneta - US-Handelsbeauftragter fordert von Großbritannien mehr Distanz zur EU

US-Handelsbeauftragter fordert von Großbritannien mehr Distanz zur EU


US-Handelsbeauftragter fordert von Großbritannien mehr Distanz zur EU
US-Handelsbeauftragter fordert von Großbritannien mehr Distanz zur EU / Foto: Jim WATSON - AFP

Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer hat Großbritannien zu mehr Distanz zur EU aufgefordert. Es sei ein "Problem" für die USA, wenn London in Handelsfragen weiterhin darauf verweise, zuerst noch mit Brüssel reden zu müssen, sagte Greer der "Financial Times" (Freitag). Trotz des Brexit entscheide sich Großbritannien weiterhin "für Brüssel statt für Amerika".

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Die Briten würden ihre durch den Austritt aus der EU wiedergewonnene Freiheit weiterhin nicht nutzen, kritisierte der US-Handelsbeauftragte. In Handelsgesprächen sage er ihnen stets "hey, Ihr seid frei von der EU. Warum liberalisiert ihr nicht ein wenig, akzeptiert Waren, die nach amerikanischen Standards hergestellt wurden, und landwirtschaftliche Erzeugnisse, die nach amerikanischen Standards hergestellt wurden?" Als Antwort komme dann häufig der Verweis auf die EU.

"Sie wissen, dass das für uns ein Problem ist und dass es eine Herausforderung darstellt", schob Greer nach.

Der neue britische Premierminister Andy Burnham will auf den Bemühungen seines Vorgängers Keir Starmer aufbauen und wieder eine engere Zusammenarbeit mit der EU etablieren. In dieser Woche sagte er, dass es den Menschen im Land seit dem Brexit an einer Vision für die Zukunft fehle. "Die Leute sehen, dass wir enger zusammenarbeiten müssen." Im Parlament machte er in einer Rede den Brexit mitverantwortlich für das schleppende Wirtschaftswachstum in Großbritannien.

Bei einem Besuch in London in dieser Woche sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Paris und London seien "weiterhin offen für Gespräche über alle Themen, einschließlich der Förderung eines Neuanfangs zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union". Noch in diesem Jahr soll es ein großes Gipfeltreffen der EU mit Großbritannien geben.

Mit den USA hatte die britische Regierung im vergangenen Jahr unter dem Eindruck massiver Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump ein Abkommen geschlossen. Im Gegenzug für niedrigere Zölle auf Luxusautos, Stahl und Aluminium aus Großbritannien akzeptierte London mehr Einfuhren von US-Agrarprodukten. Den britischen Verbrauchern versicherte die Regierung zugleich, es werde keine Aufweichung von Standards für Lebensmittel geben.

J.Lubrano--PV

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