Pallade Veneta - Riad: Dutzende Verletzte bei Huthi-Angriffen in Saudi-Arabien - Schäden an Energieanlagen

Riad: Dutzende Verletzte bei Huthi-Angriffen in Saudi-Arabien - Schäden an Energieanlagen


Riad: Dutzende Verletzte bei Huthi-Angriffen in Saudi-Arabien - Schäden an Energieanlagen
Riad: Dutzende Verletzte bei Huthi-Angriffen in Saudi-Arabien - Schäden an Energieanlagen / Foto: - - ANSARULLAH MEDIA CENTRE/AFP

Bei Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz auf Ziele in Saudi-Arabien sind nach Angaben aus Riad mindestens 73 Menschen verletzt worden. Durch die Attacken der pro-iranischen Miliz auf Anlagen im Energiebereich im Süden des Golfstaates seien "Brände an mehreren Orten" ausgelöst worden, sagte ein Vertreter des saudiarabischen Energieministeriums am Dienstag nach Angaben der Nachrichtenagentur SPA. Das habe zu einer "vorübergehenden Unterbrechung bestimmter Abläufe" geführt. Mehrere Menschen seien verletzt worden.

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Durch die Angriffe der Huthis seien insgesamt 73 Zivilisten verletzt worden, erklärte der gemeinsame Führungsstab der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition. Es würden "alle notwendigen Maßnahmen und Schritte" ergriffen, um auf die "Quellen der Bedrohung zu reagieren und ihre Gefahr zu neutralisieren", hieß es weiter.

Saudi-Arabien verurteilte die Angriffe auf seinem Staatsgebiet. "Das Königreich bekräftigt sein legitimes Recht, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um seine Souveränität zu verteidigen", erklärte das Außenministerium.

Das offizielle Huthi-Medium "Ansarollah" hatte zuvor im Onlinedienst Telegram erklärt, bei den Angriffen seien der internationale Flughafen Abha im Süden Saudi-Arabiens, der Luftwaffenstützpunkt King Chalid im Südwesten sowie Anlagen des staatlichen saudiarabischen Ölkonzerns Aramco in Abha und Dschisan getroffen worden.

Die Raffinerie in Dschisan gehört dem saudiarabischen Ölkonzern Saudi Aramco, einem der wertvollsten Unternehmen der Welt. Aramco liefert täglich Millionen Liter Rohöl über die Ost-West-Pipeline, die Anlagen des Unternehmens am Persischen Golf mit den Exportterminals am Roten Meer verbindet.

Die Huthis kontrollieren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa sowie Gebiete an der Grenze zu den saudiarabischen Provinzen am Roten Meer. Die von Teheran unterstützte Miliz hatte Ende Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und griff seither nach eigenen Angaben saudiarabische Öltanker im Roten Meer sowie Ölanlagen in dem Königreich an. Die Miliz zog den Jemen damit in den Iran-Krieg hinein.

Derzeit versucht die Miliz, Gebiete an der Meerenge Bab al-Mandab am Roten Meer einzunehmen. Bei tagelangen Kämpfen nahe der Küste des Roten Meeres wurden mehr als 300 Menschen getötet und hunderte Familien in die Flucht getrieben.

Die Meerenge Bab al-Mandab zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsstraßen der Welt und verbindet das Rote Meer mit dem Indischen Ozean. Seit der weitgehenden iranischen Blockade der Straße von Hormus hat die Meerenge zusätzlich an Bedeutung gewonnen.

Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition hatte seit 2015 die jemenitische Regierung im Kampf gegen die Huthis unterstützt. Seit einer von der UNO vermittelten Waffenruhe im Jahr 2022 kamen die Kämpfe zwischen Saudi-Arabien und der Miliz weitgehend zum Erliegen. Nach den jüngsten gegenseitigen Angriffen ist diese faktische Feuerpause praktisch hinfällig. Der Bürgerkrieg im Jemen gilt als Stellvertreterkrieg zwischen dem Iran und Saudi-Arabien.

Z.Ottaviano--PV

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