Pallade Veneta - Studie: Haushalte mit geringem Einkommen brauchen bei Wärmewende Unterstützung

Studie: Haushalte mit geringem Einkommen brauchen bei Wärmewende Unterstützung


Studie: Haushalte mit geringem Einkommen brauchen bei Wärmewende Unterstützung
Studie: Haushalte mit geringem Einkommen brauchen bei Wärmewende Unterstützung / Foto: Christof STACHE - AFP

Die Umstellung der Wärmeversorgung von fossilen auf erneuerbare Energien erfordert hohe Investitionen - laut einer Untersuchung ist sie mit einem Gesamtbedarf von 86 Milliarden Euro pro Jahr aber "volkswirtschaftlich leistbar". Rund die Hälfte davon falle für Instandhaltung ohnehin an, erklärte am Mittwoch das Öko-Institut, das die Studie im Auftrag der Stiftung Klimaneutralität erstellte. Haushalte mit weniger als 2000 Euro Nettoeinkommen können ihren Anteil demnach allerdings "nicht aus eigener Kraft finanzieren".

Textgröße ändern:

Nötig seien daher Nachbesserungen bei den Förderstrukturen, forderte die Stiftung Klimaneutralität. Zudem solle Wärme "langfristig stärker als öffentliche Daseinsvorsorge organisiert werden, um Investitionsrisiken zu bündeln und für alle Haushalte bezahlbare Lösungen zu ermöglichen".

Die Wärmewende sei "eine große, aber machbare Aufgabe", erklärte der Direktor der Stiftung, Thomas Losse-Müller. "86 Milliarden Euro im Jahr klingen nach viel. Die Bauwirtschaft hat 2024 aber 190 Milliarden Euro umgesetzt, und nur gut ein Drittel des Bedarfs entfällt überhaupt auf den Heizungstausch."

Das Problem sei die Verteilung der Kosten: "Wer weniger als 2000 Euro netto im Monat hat, müsste gemäß der Berechnung des Öko-Instituts mehr als ein Fünftel seines Einkommens für Heizung und Gebäude aufbringen", erläuterte Losse-Müller. "Das geht nicht. Und wer nicht investieren kann, bleibt bei Öl und Gas und zahlt mit jedem Jahr mehr fürs Heizen."

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Autoindustrie fordert von Gewerkschaften mehr Veränderungsbereitschaft

Mit Blick auf den von der IG Metall ausgerufenen Aktionstag am Montag fordert die Autoindustrie von den Arbeitnehmervertretern mehr Veränderungsbereitschaft. Wer sich dem trotz der aktuellen Krise verweigere, "verleugnet die Realität", schrieb die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" (Sonntag). Der internationale Wettbewerb erfordere Veränderungen von allen.

EY: Deutsche Autokonzerne im Sinkflug

Mit der deutschen Autoindustrie geht es weiter bergab. Eine am Sonntag veröffentlichte Untersuchung der Beratungsfirma EY attestiert den deutschen Herstellern entgegen dem Markttrend sinkende Umsätze, einen Gewinneinbruch und "Margen im Sinkflug". Demnach bricht Volkswagen, BMW und Mercedes weiterhin weitgehend ungebremst das wichtige China-Geschäft weg.

Wirtschaftsweise Grimm nennt neuen Tankrabatt "zynisch"

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat die Entscheidung der Bundesregierung für einen neuen Tankrabatt scharf kritisiert. Es sei "zynisch", auf Kosten der jungen Generation das Fahren von Autos mit Verbrennungsmotor zu subventionieren, sagte die Ökonomin dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Sonntagsausgabe).

Bericht: Geheime Technik von US-Tarnkappenjet F-35 nach Hongkong umgeleitet

Geheime Technik des hochmodernen US-Tarnkappenjets F-35 ist einem Medienbericht zufolge womöglich China in die Hände gefallen. Die Plattform Politico berichtete am Freitag, dass eine Ladung mit Teilen des Flugzeugs, darunter die Cockpithaube mit der Tarnkappentechnologie, auf dem Weg von Australien in die USA nach Hongkong umgeleitet wurde und seither als vermisst gilt. Der Tarnkappen-Jet F-35 gilt als das modernste Kampfflugzeug der Welt, erst am Freitag nahm Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) den ersten Jet für die Bundeswehr in Empfang.

Textgröße ändern: