Pallade Veneta - Iran verschärft Angriffe auf Ziele in Golfregion - Feuer auf mehreren Schiffen

Iran verschärft Angriffe auf Ziele in Golfregion - Feuer auf mehreren Schiffen


Iran verschärft Angriffe auf Ziele in Golfregion - Feuer auf mehreren Schiffen
Iran verschärft Angriffe auf Ziele in Golfregion - Feuer auf mehreren Schiffen / Foto: Handout - US NAVY/AFP/Archiv

Der Iran hat seine Attacken in der Golfregion verschärft und nach eigenen Angaben 20 Schiffe bei dem Versuch angegriffen, die Straße von Hormus zu durchqueren. Mehrere von ihnen gerieten dabei in Brand, wie die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO am Mittwoch mitteilte. Der Iran kündigte zudem an, seine Verbotszone für Schiffe nahe der strategisch und ökonomisch wichtigen Meerenge auszuweiten.

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Zwei US-Schiffe, acht Öltanker sowie zehn Schiffe, die sich "nicht an die Vorschriften" gehalten hätten, seien angegriffen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die iranischen Revolutionsgarden. Zudem sei als Reaktion auf US-Angriffe auf iranische Öltanker der vom US-Militär in Jordanien genutzte Luftwaffenstützpunkt Al-Asrak mit Raketen beschossen worden.

Die UKMTO erklärte, mehrere Schiffe seien durch den Beschuss in Brand geraten. Die Feuer brachen demnach auf Handelsschiffen aus, die im Norden des Persischen Golfs und im Golf von Oman unterwegs waren. Ein weiteres Schiff liege mit Schlagseite vor der Küste der Vereinten Arabischen Emirate vor Anker. Auch in diesem Fall deute alles auf einen Angriff "mit einem unbekannten Geschoss" hin, erklärte die britische Behörde.

Wegen der weiteren militärischen Eskalation am Persischen Golf stieg der Ölpreis kurzzeitig auf über 100 Dollar pro Barrel. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent legte am Mittwochmorgen um rund zwei Prozent zu und überschritt damit die Marke von 100 Dollar, bevor er wieder knapp darunter fiel.

Die Straße von Hormus ist enorm wichtig für den weltweiten Handel mit Öl und Gas. Die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman wird seit Beginn des Krieges Ende Februar weitgehend von Teheran kontrolliert. Schiffe müssen für die Durchfahrt eine Genehmigung vorlegen. Zudem will der Iran Gebühren für das Passieren erheben, was die USA und die Länder der Region jedoch ablehnen.

Am Mittwoch erklärten die Revolutionsgarden, künftig auch Teile des Golfs von Oman und des Persischen Golfs in eine Verbotszone einbeziehen zu wollen, in der Schiffe "Sanktionen" unterliegen. Die genauen Koordinaten für diesen Bereich würden noch bekanntgegeben. Schiffe, die in diesen Bereich einführen, würden beim Durchqueren der Straße von Hormus keine Versicherungen oder andere Dienstleistungen erhalten.

Nach wochenlanger Pause hatten die USA Ende August ihre Militärangriffe auf den Iran wieder aufgenommen. Seitdem kommt es fast täglich zu gegenseitigem Beschuss. Verhandlungen zur Beendigung des inzwischen seit mehr als einem halben Jahr andauernden Krieges stecken in einer Sackgasse.

Bei einem US-Angriff waren am Dienstag fünf iranische Öltanker in der Golfregion zerstört worden. Das regionale US-Militärkommando Centcom bezeichnete den Angriff als "Reaktion auf die jüngsten gescheiterten Angriffe" der Revolutionsgarden mit ballistischen Raketen auf ein US-Kriegsschiff. US-Außenminister Marco Rubio warnte, die USA würden bei Vergeltungsangriffen weiterhin iranische Tanker ins Visier nehmen.

Das iranische Außenministerium verurteilte den US-Angriff als "offene Bedrohung für den regionalen und internationalen Frieden und die Sicherheit". Dadurch werde die Gefahr von Spannungen in der Region erhöht. Die iranischen Angriffe auf US-Militärstützpunkte nannte das Ministerium "Selbstverteidigung".

Vor den jüngsten Angriffen am Mittwoch hatten die iranischen Revolutionsgarden angekündigt, auch Vergeltungsangriffe auf Öltanker vor Kuwait und Bahrain auszuführen. Die Besatzungen riefen sie zum Verlassen der Schiffe auf. Die Schiffe würden angegriffen, egal ob sie "vor Anker oder am Hafen liegen".

R.Zaccone--PV

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