Pallade Veneta - Hohe Ölpreise treiben Inflation in die Höhe - Anstieg im August bei 2,9 Prozent

Hohe Ölpreise treiben Inflation in die Höhe - Anstieg im August bei 2,9 Prozent


Hohe Ölpreise treiben Inflation in die Höhe - Anstieg im August bei 2,9 Prozent
Hohe Ölpreise treiben Inflation in die Höhe - Anstieg im August bei 2,9 Prozent / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Die hohen Ölpreise auf dem Weltmarkt treiben die Inflation in Deutschland in die Höhe: Im August stiegen die Verbraucherpreise im Vorjahresvergleich um 2,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte und damit seine erste Schätzung bestätigte. Die Auswirkungen auf die Preise für Dienstleistungen und Lebensmittel - die sogenannten Zweitrundeneffekte - blieben aber vorerst aus. Nahrungsmittel blieben im August insgesamt in etwa so teuer wie im August 2025.

Textgröße ändern:

Energieprodukte verteuerten sich um 10,5 Prozent - laut Statistikamt war dies der höchste Anstieg seit mehr als drei Jahren. Im Februar 2023 waren die Energiepreise um 19,1 Prozent in die Höhe geschossen, Grund war die Verknappung infolge des Ukraine-Kriegs. Im August dieses Jahres nun zeigte sich laut Statistikamt besonders deutlich "die vor allem durch den Iran-Krieg verursachte Teuerung der Energie bei den Kraftstoffen: Sie waren 27,7 Prozent höher als im Vorjahresmonat.

Leichtes Heizöl war sogar um fast 50 Prozent teurer als vor einem Jahr. Niedriger waren dagegen die Preise für Strom (minus 5,5 Prozent) und Gas (minus 2,9 Prozent).

Die Preise für Lebensmittel veränderten sich nur um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat - einzelne Produkte waren aber sehr viel teurer als vor einem Jahr, etwa Eier (plus 15,2 Prozent) oder Fisch und Meeresfrüchte (4,4 Prozent). Sehr viel günstiger dagegen waren die Preise für Butter (minus 29,9 Prozent) oder Molkereiprodukte (minus 5,5 Prozent).

Dienstleistungen waren 2,8 Prozent teurer als im Vorjahresmonat - die Teuerung schwächte sich damit aber weiter ab, wie das Statistikamt mitteilte. Die für die Preisentwicklung bedeutsamen Nettokaltmieten stiegen im August demnach um 1,9 Prozent.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

Italiens Regierungschefin kündigt Burka-Verbot an Schulen an

An italienischen Schulen sollen Burkas und Nikabs künftig verboten sein. Zudem solle die Anzahl von aus dem Ausland stammenden Schülerinnen und Schülern je Klasse begrenzt werden, sagte die ultrarechte Regierungschefin Giorgia Meloni am Sonntag bei einem Treffen der Jugendorganisation ihrer Partei Fratelli d'Italia. Ein entsprechender Gesetzentwurf solle in Kürze vom Regierungskabinett beraten werden.

Vor Trump-Xi-Gipfel: US-Finanzminister empfängt Chinas Vize-Regierungschef in New York

Wenige Tage vor dem Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in den USA sind hochrangige Vertreter beider Regierungen zu Beratungen in New York zusammengetroffen. US-Finanzminister Scott Bessent empfing den chinesischen Vize-Regierungschef He Lifeng am Sonntag im Hauptsitz der US-Bank JPMorgan Chase. Der Handelsbeauftragte von US-Präsident Donald Trump, Jamieson Greer, nahm ebenfalls an dem Treffen teil. Er hoffe auf "umfassende und konstruktive Gespräche heute, die die Weichen für das Treffen unserer Präsidenten stellen werden", sagte Bessent.

Autoindustrie fordert von Gewerkschaften mehr Veränderungsbereitschaft

Mit Blick auf den von der IG Metall ausgerufenen Aktionstag am Montag fordert die Autoindustrie von den Arbeitnehmervertretern mehr Veränderungsbereitschaft. Wer sich dem trotz der aktuellen Krise verweigere, "verleugnet die Realität", schrieb die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" (Sonntag). Der internationale Wettbewerb erfordere Veränderungen von allen.

EY: Deutsche Autokonzerne im Sinkflug

Mit der deutschen Autoindustrie geht es weiter bergab. Eine am Sonntag veröffentlichte Untersuchung der Beratungsfirma EY attestiert den deutschen Herstellern entgegen dem Markttrend sinkende Umsätze, einen Gewinneinbruch und "Margen im Sinkflug". Demnach bricht Volkswagen, BMW und Mercedes weiterhin weitgehend ungebremst das wichtige China-Geschäft weg.

Textgröße ändern: